Formel 1 - 2. Training: Vettel markierte Bestzeit

Red Bull in eigener Liga

Gegnerlos in Spa - Sebastian Vettel markierte im zweiten Freien Training in Belgien die schnellste Zeit vor seinem Teamkollegen Mark Webber.
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Motorsport-Magazin.com - Nach der langen Sommerpause waren die Piloten heiß darauf wieder ins Auto zu steigen. Am Kräfteverhältnis hat sich nicht wirklich was geändert. Im zweiten Freien Training gab Red Bull den Ton an.

Das Wetter: Pünktlich zur zweiten Session kam die versprochene Sonne unter den Wolken hervor und sorgte von Beginn an für Betrieb auf der Strecke. Für das Qualifying ist allerdings Regen vorhergesagt.

Die Zwischenfälle: Beinahe gekracht hätte es zu Beginn der Session zwischen Caterham und Red Bull. Beim Versuch sich gegeneinander Anfahrt Busstopp-Schikane auszubremsen, verbremsten sich die Caterham-Piloten. Bei der Rückkehr auf die Strecke hätte Charles Pic dann beinahe Sebastian Vettel abgeräumt. Nach dem Training musste Pic die Stewards aufsuchen und den Vorfall erklären. Probleme der anderen Art hatte Felipe Massa. "Das Auto übersteuert überall", klagte der Ferrari-Pilot.

Massa kämpfte mit einem übersteuernden Ferrari - Foto: Sutton

Daniel Ricciardo kämpfte damit die medium Reifen zum Arbeiten zu bringen, bereits nach zwei Runden kam es zu Graining. 20 Minuten vor Trainingsende meldete Vettel hinten rechts einen Reifenschaden. Giedo van der Garde brach gegen Sessionende eingangs Kurve 15 das Heck aus, woraufhin er in die Reifenstapel krachte. Nach 29 Runden war für Kimi Räikkönen die Session zu Ende. Der Grund: ein Problem mit dem Wasserdruck.

Die Technik: Während Sauber in der zweiten Session nur bei Esteban Gutierrez das DRD-System einsetzte, verzichtete Lotus bei beiden Autos darauf. In der Red Bull-Box nahmen die Ingenieuren und Adrian Newey das Auto von Sebastian Vettel lange Zeit unter die Lupe, genauer gesagt dessen Bremsbelüftung. Diese wird von den Teams auch aerodynamisch eingesetzt - eine Grauzone an der Hinterradaufhängung, die von der FIA toleriert wird. Red Bull scheint in diesem Bereich neue Teile zu testen. McLaren testete hingegen Updates, die vorwiegend für 2014 sind. "Jenson und Sergio haben im Vergleich zu heute Morgen ganz andere Autos", sagte Teamchef Martin Whitmarsh.

Vergne überraschte auf P5 - Foto: Sutton

Die Platzierungen: Sebastian Vettel und Mark Webber trennten nur 59 Tausendstel, dahinter wurden die Abstände deutlich größer. Romain Grosjean und Felipe Massa hatten auf P3 und P4 über acht Zehnteln Rückstand. Neben den großen Abständen sorgte Jean-Eric Vergne als Fünfter für eine Überraschung. Die Top-8 komplettierten Kimi Räikkönen, Fernando Alonso und Sergio Pérez. Ungarn-Sieger Lewis Hamilton fand sich auf Rang 12 wieder.

Die Analyse: Eine exakte Aussage für das Rennwochenende lässt das Freie Training nicht wirklich zu. Red Bull fuhr in der zweiten Session zwar in einer eigenen Liga, allerdings steht ein großes Fragezeichen hinter den Spritmengen der Teams. In Hinblick auf ein spannendes Rennen bleibt zu hoffen, dass Mercedes, Ferrari sowie Lotus ihre Karten noch nicht vollständig aufgedeckt haben.


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