Formel 1 - History: Die heißesten F1-Rennen

Von Glutöfen und argentinischem Inferno

Ungarn könnte zwar zum heißesten GP des Jahres 2013 werden, aber nicht in der Geschichte der F1 wie Motorsport-Magazin.com weiß.
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Motorsport-Magazin.com - Schwitzen, schwitzen, schwitzen... Der Hungaroring macht seinem Ruf als Kochtopf der Formel 1 auch in diesem Jahr alle Ehre. Zu den ersten beiden Freien Trainings am Freitag werden Temperaturen um 34 Grad erwartet. Am Samstag dürfte das Thermometer auf 37 Grad steigen - doch es geht noch heißer. Wetterprognosen zufolge könnte am Rennsonntag die magische Marke von 40 Grad überschritten werden. Ungarn könnte zum heißesten GP des Jahres werden, aber nicht der F1-Geschichte wie Motorsport-Magazin.com weiß.

Argentinien GP 1955, 40 Grad Außentemperatur

Wir schreiben das Jahr 1955, genauer gesagt den 16. Januar 1955. Der F1-Tross macht in Buenos Aires Station. In die Geschichte ging der Saisonauftakt als 'Inferno von Argentinien' ein, denn auch wenn die Messgeräte damals noch nicht so ausgereift waren wie heute, schlug das Thermometer am Rennsonntag 40 Grad Außen- und 52 Grad Streckentemperatur an. Lediglich der spätere Sieger Juan-Manuel Fangio und Roberto Mieres sah man nicht an die Box abbiegen, um sich mit Wasser Abkühlung zu verschaffen.

Bahrain GP 2005, 42 Grad Außentemperatur

Wer denkt, dass das argentinische Inferno nicht übertroffen werden kann, der irrt. Exakt 50 Jahre später stieg das Thermometer auf 42 Grad Außentemperatur - und zwar in der Wüste Bahrains. Offiziell ist es das bisher heißeste Rennen in der F1-Geschichte. Nick Heidfeld, der als einziger Fahrer seinen Motor vor dem Rennwochenende nicht gewechselt hatte, zahlte den Preis. Der Motor in seinem BMW Williams kam mit der Hitze nicht klar und ging kaputt.

In Frankreich konnte man Spiegeleier auf dem Asphalt machen - Foto: Sutton

Frankreich GP 1959, 40 Grad Außentemperatur

In einem Wüstenstaat wie Bahrain sind Hitzerennen keine große Überraschung, in Frankreich dagegen schon. Beim Großen Preis von Frankreich in Reims schlug das Thermometer 40 Grad Außentemperatur an. Zahlreiche Fahrer mussten aufgrund von Dehydrierung das Rennen vorzeitig beenden, anderen wurde die immer schlechter werdende Strecke zum Verhängnis. Denn aufgrund der unglaublichen Hitze fing der Asphalt zu schmelzen an.

USA GP 1984, 40 Grad Außentemperatur

Hitzefrei hätten sich viele Piloten auch am 8. Juli 1984 gewünscht, stattdessen mussten sie ein Rennen bestreiten. Reifenausrüster Goodyear hat an diesem Wochenende die höchsten Streckentemperaturen, nämlich 66 Grad, in seiner langjährigen Geschichte gemessen. Selbst der als körperlich topfitte Ayrton Senna kam mit der Hitze nicht klar. Obwohl seine Mechaniker seinen Rennoverall während des Trainings mit Eiswürfeln gefüllt hatten, kämpfte er mit Ermüdungserscheinungen.

Von Abkühlung keine Spur - Foto: Sutton

Malaysia GP 2013, 30 Grad Außentemperatur

Mit 30 Grad Außentemperatur mag Malaysia nicht gerade mit den anderen Rennen mithalten können, aber aufgrund einer Luftfeuchtigkeit von 90 Prozent zählt der Malaysia GP jedes Jahr zu den brutalsten Rennen im F1-Kalender. Auch in diesem Jahr lief den Piloten der Schweiß nur so herunter, da halfen auch keine Handtücher aus dem Gefrierfach oder speziellen Kühlpackungen.


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