Formel 1 - Ferrari: Monaco ein einmaliger Ausrutscher

Keine Wolken - kein Nebel

Stefano Domenicali macht sich nach dem Monaco GP keine Sorgen um die Form seiner Truppe - in Sachen WM-Kampf hat er aber auch wieder Mercedes auf der Rechnung.
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Motorsport-Magazin.com - Für Ferrari hatte es der Monaco GP 2013 in sich - das jedoch nicht gerade im positiven Sinne: Während Fernando Alonso bereits im Qualifying die Pace fehlte und er sich im Rennen Jenson Button und Adrian Sutil geschlagen und schlussendlich mit P7 zufrieden geben musste, fand sich Felipe Massa gleich zweimal in heftiger Manier in der Absperrung von St. Devote wieder. Entmutigen lassen wollte man sich bei der Scuderia von den harten Tagen im Fürstentum aber keinesfalls - ganz im Gegenteil: "Wir sind es gewöhnt, sehr schnell auf schwierige Wochenenden zu reagieren und die richtige Antwort zu geben", motivierte Teamchef Stefano Domenicali seine Mannen, wenngleich er einräumte, dass man am Mittelmeer unerwartet große Problem gehabt habe: "Wir hatten nicht die Pace und müssen verstehen, warum das so war."

Es muss einen Grund dafür geben, warum wir seit 2001 in Monaco nicht mehr gewinnen konnten.
Stefano Domenicali

"Es ist sehr schwierig, dafür einen Grund zu finden", so der Italiener, dem auch die allgemeine Streckencharakteristik auf dem engen und verwinkelten Kurs in den Häuserschluchten in den Sinn kam und der hoffte, dass es sich bei Ferraris Performance um einen einmaligen Ausrutscher gehandelt habe. "So unglücklich es für uns auch gelaufen sein mag - es muss einen Grund dafür geben, warum wir seit 2001 auf dieser Strecke nicht mehr gewinnen konnten: Vielleicht liegt es an der Art der Strecke oder auch den Situationen, mit denen man hier oft konfrontiert wird", sagte Domenicali, der jedoch darum bemüht war, die Situation nicht zu sehr zu dramatisieren. "Wie man in Italien so schön sagt: Weder waren wir nach dem Barcelona-Wochenende mit dem Kopf über den Wolken, noch sind wir nach Monaco nun im Nebel", meinte der Ferrari-Chef mit einem Augenzwinkern.

Auch mit Blick auf die WM-Wertung wollte der Italiener kühlen Kopf bewahren. Alonso liegt mit 29 Punkten Rückstand auf Leader Sebastian Vettel auf Rang drei, Ferrari hält zudem P2 bei den Konstrukteuren - trotz gerade einmal sechs in Monaco eingefahrenen Zählern. "Aus sportlicher Sicht war das einzig Positive, dass Kimi [Räikkönen] kaum gepunktet hat, aber Vettel ist immerhin Zweiter geworden", bilanzierte Domenicali. "Wir haben aber erst sechs von 19 Rennen absolviert und die Meisterschaft ist noch lang." Mit Blick auf die Konkurrenz sagte er: "Mercedes sieht stark aus und kann noch einmal zurückkommen, auch in Sachen WM. Für alle wird es also eine große Herausforderung und ein toller Titelkampf. Für uns gilt: Wir müssen jetzt einfach reagieren und verstehen, warum wir noch nicht auf dem Level sind, auf dem wir sein wollen."


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