Formel 1 - Red Bull: Das nächste Reifen-Dilemma droht

Es geht nur noch um die Reifen!

Sebastian Vettel und Mark Webber machen sich keine allzu großen Hoffnungen, was die Reifen in Malaysia angeht. Es sei noch schlimmer als in Australien.
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Motorsport-Magazin.com - Nach dem Großen Preis von Australien waren die Reifen das große Thema bei Red Bull. Der RB9-Bolide war in Melbourne in Sachen Speed bei der Musik, doch die Pirellis bauten im Vergleich zur Konkurrenz zu schnell ab. Ein ähnliches Dilemma könnte sich auch in Malaysia einstellen, wenn auch völlig andere Bedingungen in Sepang herrschen. Nach den ersten beiden Trainings war zumindest klar, dass sich Red Bull der Reifenthematik angenommen hat und ähnlich schwierige Bedingungen erwartet wie schon beim Saisonauftakt. "Der Speed ist in Ordnung, aber es ist ein ziemliches Durcheinander, wenn man sich anschaut, wie lange die Reifen halten", sagte Sebastian Vettel. "Das sieht nicht gerade schön aus, würde ich sagen. Ich hoffe, dass wir genug Reifen zur Verfügung haben, um das Rennen zu überleben..."

Der amtierende Weltmeister schloss die ersten beiden Trainings auf dem Sepang International Circuit auf den Plätzen zwei und drei ab. Seine persönliche Bestzeit fuhr er in der zweiten Session in 1:36.599 Minuten - 0,019 Sekunden hinter Topmann Kimi Räikkönen. "Der Reifenverschleiß heute war für alle ziemlich heftig", meinte Vettel. "Deshalb nutzt man natürlich nicht das volle Potenzial des Autos. Das macht nicht so viel Spaß, aber so ist es nun einmal." Die Temperaturen stiegen zum Nachmittag auf mehr als 30 Grad an, doch in der 2. Session machte zwischenzeitlicher Regen den Fahrern einen Strich durch die Test-Rechnung. Einen großen Unterschied gebe es laut dem Heppenheimer nicht zwischen den harten und Medium-Reifen, die Pirelli als Kombination für Malaysia auserkoren hat.

"Wegen des Wetters konnten wir nicht so viel erledigen", sagte Vettel. "Das war eine ziemlich unübliche 2. Session, weil ein Teil der Strecke ziemlich nass war, der andere aber trocken - es trocknete alles ziemlich schnell auf, weil es so heiß war." Teamkollege Mark Webber, der das 1. Training als Schnellster abschloss, meinte gar, dass die feuchte Strecke die einzige Möglichkeit böte, die Slicks richtig zum Arbeiten zu bekommen. "Im Moment dreht sich alles um die Reifen, sie sind das Wichtigste", so Webber. "Reifen, Reifen, Reifen." Vettel meinte, dass die Reifensituation noch schlimmer sei als in Melbourne - Red Bulls Boxenpersonal könnte sich also wieder auf eine Menge Arbeit gefasst machen. Vettel: "Man muss kein Genie sein um vorherzusagen, dass am Sonntag - wenn es trocken bleibt - sehr viel über die Reifen geht."


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