Formel 1 - Williams: Der FW35 ist keine Fehlgeburt

Rücktritt für Fortschritt

Mike Coughlan stellt klar: Der neue Williams ist keine Fehlkonstruktion. Gleichzeitig räumt er Verständnisprobleme ein, die es schnellstens zu lösen gilt.
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Motorsport-Magazin.com - Bei Williams schrillen schon vor dem ersten Rennen des neuen Jahres die Alarmglocken auf: Der FW35 bereitet Pastor Maldonado und Valtteri Bottas arge Probleme. Der Venezolaner flog sogar beim regnerischen Qualifying in Q1 vorzeitig raus, Bottas schaffte als 15. gerade so den Sprung in die zweite Runde am Sonntagmorgen. Diskussionen, dass der FW35-Bolide eine Fehlkonstruktion sei, machten bereits die Runde im Fahrerlager. Mike Coughlan wehrte sich entschieden gegen diese Annahme, gestand gleichzeitig aber auch Fehler in der Entwicklung des Autos ein.

"Wir hatten ein Basis-Auto, das sehr gut funktionierte", so Coughlan, der an diesem Rennwochenende erstmals in der Abwesenheit von Frank Williams als Teamchef agiert. "Das lässt uns in dem Glauben, dass wir entweder bei einigen aerodynamischen Teilen oder gewissen Schritten die falsche Richtung eingeschlagen haben." Am Freitag testete das Team zwei Spezifikationen des FW35 mit unterschiedlichen Auspuffkonzepten samt Seitenkästen. Während die Version, die das Team beim Launch des Autos präsentiert hatte, Anklang bei den Fahrern fand, bereitete die Weiterentwicklung bislang eher Schwierigkeiten.

Wo liegt der Fehler?

Williams will dem Problem nun Schritt für Schritt auf den Grund gehen und die Fehlerquelle ausmachen. "Unsere Philosophie ist nun, zurückzuverfolgen, wo wir dachten, dass wir einen ordentlichen Schritt nach vorn gemacht hätten", wie es Coughlan ausdrückte. "Von dort aus starten wir erneut und schauen uns an, welche Richtung wir eingeschlagen haben." Heißt im Klartext: Williams weiß noch nicht genau, warum das Auto solche Probleme bereitet und wird nun wohl einiges an Zeit investieren müssen, um die Fehlerquelle zu eliminieren. Die Zeit, die für die vermeintliche Verbesserung drauf ging, darf man natürlich auch nicht vergessen.

Einfach wird die Fehlersuche nicht, dazu ist das Abgassystem der F1 zu komplex gestaltet. Daraus machte auch Technikchef Coughlin kein Geheimnis. "Es gibt ein paar Aspekte des Anblasens, die man nur schwer analysieren kann", räumte er ein. "Bei dieser Sache waren wir spät dran und wir gaben zu, dass wir hier etwas aufholen mussten, während andere Teams sich der Angelegenheit schon früher annahmen. Aber wir sehen die Richtung, wir sehen, wie gut wir darin sind und wir wissen, wo wir noch aufholen müssen."


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