Formel 1 - Whitmarsh: F1 falscher Ort für Kostenkontrolle

Um nach vorne zu kommen, ist Geld notwendig

Martin Whitmarsh, Eric Boullier und Toto Wolff äußerten sich zu dem Brandherd "Kostenfalle Formel 1".
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Motorsport-Magazin.com - "I work all night, I work all day, to pay the bills, I have to pay" - davon kann nicht nur ABBA ein Liedchen singen, sondern auch die Teams in der Formel 1. "Wir müssen echt aufpassen", betonte Eric Boullier abseits des Australien GP. Früher haben die Autohersteller laut dem Lotus-Teamchef Autos verkauft, jetzt verkaufen sie das Produkt Formel 1. "Das ist eine schwierige Herausforderung", so der Franzose.

Schon lange wird heiß darüber diskutiert, ob die Formel 1 zu teuer ist. Vor allem das RRA, also das Ressource Restriction Agreement, sorgte zuletzt immer wieder für Kontroversen. Für McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh ist die Formel 1 allerdings der falsche Sport, um über Kostenkontrolle zu sprechen. "Jeder will hier weiter nach vorne und dafür muss man einfach Geld ausgeben", sagte Whitmarsh. "Heute wird viel mehr über Kosten gesprochen als früher und wir haben uns eingeschränkt. Wir haben verstanden und versuchen die Kosten zu kontrollieren, aber das ist ein konstanter Prozess."

Die richtige Frage muss lauten: Wie können wir den Sport lange erhalten und nicht, ob er zu viel kostet
Eric Boullier

Eric Boullier fügte hinzu: "Die richtige Frage muss lauten: Wie können wir den Sport lange erhalten und nicht, ob er zu viel kostet." Die Sponsoren spielen dabei eine wichtige Rolle, denn ohne diese, könne kein F1-Rennstall lange existieren. Für Toto Wolff geht es deshalb darum, den Teampartnern und Sponsoren einen Mehrwert zu bieten. "Dieser stellt aktuell ein gesundes Verhältnis dar", so der Mercedes Executive Direktor. Deshalb würden auch neue Sponsoren wie Coca Cola oder Blackberry in die Formel 1 investieren.

Bestes Beispiel ist nach Ansicht von Wolff der China GP 2012. "Wenn man sich den medialen Wert einiger Rennen ansieht, dann ist dieser riesig. Der mediale Wert des letztjährigen China-GP betrug 60 Millionen Euro", verriet Wolff. "Wir müssen uns bewusst machen, dass wir hart arbeiten müssen, um eine gute Show abzuliefern. Die Weltwirtschaftskrise hat unser Leben sicher nicht einfacher gemacht, aber es gibt positive Zeichen. Die Leute sehen, dass sich die F1 stabilisiert", erklärte Whitmarsh.


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