Formel 1 - F1-TV-Reichweiten in Österreich weltweit Rang 8

Enormes Interesse

Eine internationale Studie zeigt, dass das Interesse der Österreicher an der Formel 1 überproportional groß ist.
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Motorsport-Magazin.com - In kaum einem anderen Land ist die Formel 1 so beliebt wie in Österreich. Zu diesem Schluss kommt das internationale Marktanalyseunternehmen Repucom angesichts der aktuellen Eurodata-Zahlen über die besondere Stellung des österreichischen Fernsehmarktes für die Formel 1. Österreich liegt bei der Höhe der TV-Zuschauerzahlen auf dem achten Rang unter knapp 200 Ländern, in denen die Königsklasse im Vorjahr übertragen wurde.

Österreich ist ein Formel-1-Land
Veit Wolff

Veit Wolff, Österreich-Direktor von Repucom, sieht für diese Entwicklung zwei entscheidende Faktoren. Zum einen sei der ORF ein Quotengarant, während die Formel 1 gerade in vielen asiatischen Ländern lediglich auf Spartensendern übertragen wird und zudem spiele die große Tradition der Alpenrepubilk in der Formel 1 eine wichtige Rolle. Derzeit befindet sich zwar kein österreichischer Pilot im Fahrerfeld, doch auch ohne aktive Teilnehmer verleihen Red Bull und die neue Mercedes-Führungsmannschaft der Rennserie einen rot-weiß-roten Touch.

Eurozentrisches Weltbild

"Österreich ist ein Formel-1-Land. Mehr als die Hälfte der Österreicher interessieren sich für die Königsklasse", interpretierte Wolff die vorliegenden Zahlen. Österreich liegt bei den Märkten mit der höchsten Reichweite für alle offiziellen TV-F1-Formate mit 2,7 Prozent auf Platz acht und damit nur noch knapp hinter China, wo die Einschaltquoten im vergangenen Jahr deutlich gesunken sind. An der Spitze rangiert Deutschland mit 14,9 Prozent, es folgen Brasilien (10,9), Spanien (10,1) und Italien (10). Legt man die Bevölkerungszahlen dieser Länder zugrunde, wird deutlich, wie groß das Interesse der Österreicher am Motorsport ist - Deutschland zählt rund zehn Mal so viele Einwohner.

Während die Formel 1 Europa zusehends den Rücken kehrt und sich in Richtung Asien orientiert, stammen rund zwei Drittel der Zuschauer noch immer aus europäischen Raum, weshalb Bernie Ecclestone bestrebt ist, die Startzeiten auf das westliche Publikum auszurichten. Nach Europa (64,1 Prozent) folgen Zentral- und Südamerika (13,9), Asien und Pazifik (10,3), Afrika und der Mittlere Osten (9,5) sowie (Nordamerika 2,2).


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