Formel 1 - Sutil: Vorstrafe definitiv kein Problem

Testfahrer? Nicht das richtig für mich

Adrian Sutil saß in Barcelona seit langer Zeit wieder in einem Formel-1-Auto. Die Entscheidung hänge nun vom Team ab, seine Vorstrafe schränke ihn nicht ein.
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Motorsport-Magazin.com - 452 Tage musste Adrian Sutil nach dem Brasilien-GP 2011 warten, ehe er wieder einen Formel-1-Boliden pilotieren durfte. Im Rahmen der Wintertests in Barcelona gab ihm sein ehemaliges Team Force India die Möglichkeit, sich wieder für größere Aufgaben zu beweisen. Noch immer ist nicht klar, wer das zweite Cockpit bei den Indern neben Paul di Resta erhält. Neben Sutil gilt der Franzose Jules Bianchi als aussichtsreicher Kandidat. Obwohl klar sein dürfte, dass die Entscheidung letztendlich nicht nur vom fahrerischen Talent abhängt, so ist sich der Gräfelfinger bei einer Tatsache sicher, dass sie ihm nicht im Wege stehen wird.

Wenn das nicht klappt, dann muss ich mich nach etwas anderem in einer anderen Kategorie umsehen, das interessant ist. Aber Testfahrer? Ich weiß nicht, ob es das richtige für mich ist.
Adrian Sutil

Der 30-Jährige wurde im vergangenen Jahr wegen des undurchsichtigen Disco-Unfalls mit Eric Lux zu einer Geldstrafe von 200.000 Euro und einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten verurteil - ausgesetzt zur Bewährung. Immer wieder gab es Gerüchte, Sutil könne deshalb keine Formel-1-Saison bestreiten, seine Vorstrafe kann Schwierigkeiten bei der Einreise in manche Austragungsländer bereiten. Damit räumt er jetzt selbst auf: "Es ist alles gut. Ich habe bereits versucht, alles zu machen und ich habe mich bereits im vergangenen Jahr selbst darüber informiert. Es ist definitiv kein Problem." Nun liege die Entscheidung einzig und allein bei seinem ehemaligen Arbeitgeber, so der 90-fache Grand-Prix-Teilnehmer.

Sollte Jules Bianchi oder überraschender Weise doch ein anderer Pilot den Vorzug erhalten, will Sutil sich nicht auf eine Reservistenrolle einlassen. "Ich bin ein Rennfahrer, kein Testfahrer, also will ich Rennen fahren." Auch wenn er wieder betonte, dass es seine einzige und vielleicht auch letzte Chance in der Königsklasse ist, so will er sich erst danach nach Alternativen umsehen. "Wenn das nicht klappt, dann muss ich mich nach etwas anderem in einer anderen Kategorie umsehen, das interessant ist. Aber Testfahrer? Ich weiß nicht, ob es das richtige für mich ist."


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