Formel 1 - Pirelli verteidigt sich nach Test

Temperaturen schuld am Reifenabbau

Pirelli-Boss Paul Hembery erklärt, warum die Teams in Barcelona solche Probleme mit dem schnell abbauenden Reifen hatten.
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Motorsport-Magazin.com - Pirelli musste sich im Laufe der Testfahrten in Barcelona einige Kritik gefallen lassen, dass die Reifen viel zu schnell abbauen würden. Sportchef Paul Hembery rechtfertigt sich nach Testende, dass der Verschleiß auf die ungewohnt kühlen Temperaturen zurückzuführen sei, für die die Pneus nicht konzipiert seien.

"Die Umstände der letzten Tage sind komplett anders als im Laufe der Saison, die Temperaturen von Luft und Strecke sind viel kühler als die, bei denen wir normalerweise fahren, und dann kam auch noch Regen am letzten Tag", so Hembery. Das Thermometer hatte sich in den vier Tagen in Barcelona zumeist zwischen 10 und 15 Grad eingependelt.

Diese Bedingungen passten überhaupt nicht zum Supersoft-Reifen, weder durch das Streckenlayout, noch durch die Beschaffenheit des Asphalts in Kombination mit den kalten Temperaturen.
Paul Hembery

Kein Renn-Wetter

"Das führte die Reifen außerhalb ihres normalen Arbeitsfensters, was wiederum zu Problemen wie Graining führte. Diese Bedingungen passten überhaupt nicht zum Supersoft-Reifen, weder durch das Streckenlayout, noch durch die Beschaffenheit des Asphalts in Kombination mit den kalten Temperaturen", erklärt Hembery. "Gepaart mit dem Fakt, dass die Teams immer noch große Setup-Anpassungen an den neuen Autos machen und unsere komplette Reifenpalette ausprobieren, haben wir ein Ausmaß an Verschleiß gesehen, der nicht typisch ist."

Immerhin hatten die Teams durch den Regen am Freitag die Möglichkeit erstmalig die neue Generation von Intermediate- und Regen-Reifen zu testen. Hembery ist für den Saisonstart jedenfalls zuversichtlich: " Wenn wir endlich in Melbourne sind, sollten die Reifen viel einfacher ins Arbeitsfenster gelangen. Das wird dann auch den hier erfahrenen hohen Abbau eliminieren."


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