Formel 1 - Räikkönen nur 44 Runden: Was war los?

Kein idealer Tag

Kimi Räikkönen fuhr in Barcelona die zweitschnellste Zeit, doch es gab Probleme bei Lotus. Der Finne erklärt, woran es am Dienstag noch haperte.
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Motorsport-Magazin.com - Lotus freute sich mit Kimi Räikkönen zwar über die zweitschnellste Zeit des Tages zum Auftakt der Testfahrten in Barcelona, ärgerte sich gleichzeitig aber über das abgespulte Pensum. Der Eismann schaffte lediglich 44 Runden auf dem Circuit de Catalunya - die wenigsten aller Piloten am Dienstag. Die Aufklärung des Problems, das den E21-Boliden einige Zeit lang lahmlegte: Die Elektronik und im Speziellen die Telemetrie sorgte für Ärger und verordnete Räikkönen eine Zwangspause in der Lotus-Box. "In Sachen Runden war es kein idealer Tag", räumte der Eismann ein. "Aber das Auto fühlt sich stark an und wir konnten einen guten Schritt nach vorn machen."

Das Team hat für die zweiten Tests des Jahres eine ganze Armada an Updates für das Auto im Gepäck, darunter neue Front- und Heckflügel sowie einen überarbeiteten Unterboden. Auch deshalb ist jeder Kilometer auf der Strecke Gold wert. Wegen des Problems konnte Räikkönen jedoch nicht so viele Longruns wie gewünscht absolvieren. Seine Bestzeit kurz vor dem Ende des ersten Tages fuhr er auf den Medium-Reifen, sein Rückstand auf Nico Rosbergs Bestzeit betrug knappe 0,007 Sekunden. "Nach Jerez ist es gut, an einer Strecke zu sein, auf der wir auch wirklich fahren", sagte Räikkönen. "Der E21 ist definitiv ein Schritt in die richtige Richtung."

Da wir heute keine Daten vom Auto bekamen, konnten wir nicht so viele Runden fahren, weil wir nicht wussten, was falsch und was richtig war.
Kimi Räikkönen

Am Mittwoch will Lotus die fehlenden Kilometer wieder reinfahren, abermals sitzt Räikkönen am Steuer des schwarz-goldenen Boliden. Streckenchef-Direktor Alan Permane zog trotz der Verzögerung ein positives Zwischenfazit nach dem ersten der vier Testtage in Barcelona: "Für das zweite Chassis war es ein gutes Debüt. Kimi war zu Beginn des Tages zufrieden mit dem Auto und die Setup-Änderungen zeigten eine positive Wirkung. Wir konnten daran anknüpfen, wo wir in Jerez aufgehört hatten, also ist alles gut. Alles, was wir jetzt noch brauchen, sind mehr Runden."

Immerhin: Die ärgerliche Unterbrechung sei laut Räikkönen nicht so schlimm gewesen, an einem anderen Tag hätte sie größeren Schaden angerichtet. Grund dafür sind die Streckenverhältnisse, denn noch ist der Belag nach der Winterpause ziemlich grün. "Die Strecke ist in keinem guten Zustand", so Räikkönen. "Außerdem ist es noch zu kalt. Da wir heute keine Daten vom Auto bekamen, konnten wir nicht so viele Runden fahren, weil wir nicht wussten, was falsch und was richtig war."


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