Formel 1 - Räikkönen: Es gibt keine Garantien

Zu viele Unabwägbarkeiten

Lotus-Pilot Kimi Räikkönen ist hungrig: Nach P3 im Vorjahr will er 2013 den WM-Titel und macht dabei keine Gefangenen - egal ob Freund oder Feind.

Motorsport-Magazin.com - Kimi Räikkönen will sich 2013 in der WM um zwei Positionen verbessern - mit dem E21 sieht er sich für den Griff nach dem Titel bestens gerüstet. "Mein Ziel ist ganz klar: Von Beginn an vorne mit dabei zu sein", gab sich der Finne am Rande der Testfahrten in Jerez selbstbewusst und unterstrich seine Ambitionen zusätzlich mit einer Bestzeit am Abschlusstag. Trotz der positiven ersten Eindrücke seines neuen Boliden, weiß der Ex-Weltmeister jedoch: In der F1 gibt es keine Sicherheiten. "Wir können nicht davon ausgehen, dass wir uns dieses Jahr per se besser schlagen werden, nur weil wir nun schon länger zusammenarbeiten", fand Räikkönen, der heuer in seine zweite Lotus-Saison geht.

Man ist nie wirklich glücklich, wenn man nicht gewinnt. Und wenn man einmal gewinnt, will man immer mehr.
Kimi Räikkönen

Zwar sei es ein Vorteil, dass er das Team nun bereits gut kenne und sich an sein neues Umfeld angepasst habe. "Aber es können immer noch so schrecklich viele Dinge schiefgehen und gegen einen laufen." Wirklich leichter sei daher nur die Theorie. "Aber darauf können wir uns auch nicht mehr verlassen, wenn es plötzlich anders läuft und nicht in die Richtung, in die es letztes Jahr ging", fand der Lotus-Pilot. Die gute Laune und positive Grundstimmung wollte sich der sonst so emotionsneutrale Finne von den Unabwägbarkeiten der Zukunft aber trotzdem nicht verderben lassen. "Es ist gut, endlich wieder in einem Formel-1-Auto zu sitzen", bilanzierte er zum Ende des Testauftakts. Die vielen bekannten Gesichter an der Strecke wiederzutreffen, sei für ihn dabei jedoch kein ausschlaggebender Faktor gewesen.

"Ich hasse niemanden, bin aber auch nicht der beste Freund von irgendjemandem", stellte der Champ von 2007 klar, dass im Fahrerlager relativ wenig Platz für Freundschaften bliebe. Immerhin mit WM-Rivale Sebastian Vettel verbindet ihn dann aber doch ein gutes Verhältnis. "Es stimmt schon, dass wir Freunde sind. Aber sobald man ein Rennen fährt, spielt das einfach keine Rolle mehr und dann macht es auch keinen Unterscheid, gegen wen man fährt. Man will einfach jeden schlagen." Der Grund dafür sei einfach: "Man ist nie wirklich glücklich, wenn man nicht gewinnt. Und wenn man einmal gewinnt, will man immer mehr... bis zum Titel."


 
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