Formel 1 - Jerez: Ungeeignet für Testfahrten?

Reifen-Killer

Jerez stellt die F1-Teams vor schwierige Bedingungen. Die Strecke lässt zu wünschen übrig und Pirelli ist mit der Reifenarbeit überhaupt nicht zufrieden.
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Motorsport-Magazin.com - Die ersten Testfahrten des neuen Jahres steigen in Jerez. Damit beginnen schon die Probleme: Zum einen fährt die Formel 1 während der Saison nicht auf dem Circuito de Jerez, zum anderen herrschen dort schwierige Bedingungen für die Teams, die ihre neuen Boliden für die anstehende Saison vorbereiten müssen. Nach bislang jedem Testtag ärgerte sich so ziemlich jeder Fahrer über die Streckenverhältnisse und beschwerte sich über starkes Graining der Reifen sowie erhöhten Verschleiß. Ein Zustand, der Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery sauer aufstößt.

"Wir haben eine Menge zerfetzte Reifen gesehen", so Hembery nach dem zweiten Tag der Testfahrten in Spanien. "Außerdem ist anscheinend nicht genügend Asphalt auf der Strecke, wir haben hier also eine ziemlich offene Oberfläche." Der Belag in Jerez ist extrem rau und so wusste etwa Nico Hülkenberg nicht einmal, welche Reifenmischung er bei seiner schnellsten Runde drauf hatte - einen großen Unterschied würde man sowieso nicht spüren. Dabei wollte Pirelli mit seiner neuen Generation wieder größere Unterschiede bei den Performances der Reifen einführen als es noch im vergangenen Jahr der Fall war.

Pirelli will seine neuen Reifen testen - Foto: Red Bull

"Wir konnten noch nicht die Unterschiede sehen, wie wir uns gewünscht hatten", so Hembery nach einem Blick auf die Rundenzeiten. "Eine Strecke, die historisch gesehen interessant war für die Arbeit mit den Reifen, wird nun von diesem Effekt dominiert." Zwar habe Pirelli trotzdem einige Informationen für die kommende Saison sammeln können und zwischen den einzelnen Mischungen habe es bis zu einer halben Sekunde Unterschied gegeben. "Angesichts dieser Bedingungen funktionierte der harte Reifen bislang sehr gut, aber es gab immer wieder hohen Verschleiß", sagte Hembery bei Autosport.

Für eine richtige Reifenevaluierung sei die Strecke dieses Jahr nicht geeignet gewesen, räumte Hembery ein: "Eigentlich schade, denn die Witterungsbedingungen waren nicht so schlecht. Im Februar hast du überall Probleme, irgendwo in Europa über 20 Grad Temperatur zu kommen, deshalb ist es aus dieser Sicht etwas enttäuschend."


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