Formel 1 - Rossiter: Comeback nach fünf Jahren

Erster Testeinsatz seit Januar 2008

James Rossiter durfte wieder F1-Luft schnuppern. Paul Di Resta sorgte für jede Menge Daten und eine überraschend schnelle Runde.
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Motorsport-Magazin.com - James Rossiter durfte für Force India nach über fünf Jahren Wartezeit sein Test-Comeback in der Formel 1 geben. Der Brite übernahm am Mittwoch eine Stunde vor dem Ende den VJM06 von Paul Di Resta und konnte 19 Runden als Einstimmung für seinen Einsatz am Donnerstag absolvieren.

"Es hat sich großartig angefühlt, wieder zurück in einem Formel-1-Auto zu sein und ich war von der Leistung von Beginn an beeindruckt. Es ist erst der zweite Tag der Tests, aber das Auto fühlt sich schon gut ausbalanciert an und hat viel Potenzial", ist der Brite von den Qualitäten seines Fahrzeugs überzeugt.

Eingerostet ist Rossiter jedenfalls nicht: Immerhin konnte er Giedo van der Garde im Caterham und Luiz Razia im Marussia während seines kurzen Einsatzes hinter sich lassen. Daran habe auch die Simulatorarbeit des Briten einen Anteil. "Endlich konnte ich ein Gefühl für das echte Auto entwickeln. Ich konnte mich gut akklimatisieren, damit ich aus meinem morgigen Test das Maximum herausholen kann."

Di Resta überzeugte

Paul Di Resta hatte zuvor in 1:19,003 Minuten mit der zweitschnellsten Zeit des Tages überrascht. "Ich konnte heute 95 Runden fahren und wir spulten unser Programm ohne Probleme ab. Wir haben uns am Vormittag mit der Aerodynamik beschäftigt und haben dann ein wenig mit den Setup gespielt. Die Tests bieten eine gute Gelegenheit dazu, mehr auszuprobieren als an einem normalen Rennwochenende", fällt das Fazit des Schotten positiv aus.

mit insgesamt 114 Runden im Gepäck haben wir jede Menge Daten über die Reifen.
Jakob Andreasen

Auch Chef-Renningenieur Jakob Andreasin ist glücklich über die gesammelte Datenmenge: "Pauls Feedback und seine Konstanz haben uns jede Menge Informationen für die Verbesserung des Setups gegeben. Und mit insgesamt 114 Runden im Gepäck haben wir jede Menge Daten über die Reifen."

Rossiter soll am Donnerstag weitere Daten sammeln und sich unter Umständen für ein Renncockpit empfehlen. "Wir haben am späten Nachmittag James ins Auto gesetzt, damit er sich für morgen an das Auto gewöhnt. Er hat jede Menge Arbeit in unserem Simulator erledigt, nun ist es wichtig, dass er das echte Auto versteht und seine Vergleiche ziehen kann", führt Andreasen aus. Trotz der langen Pause Rossiters (letzter Testeinsatz im Januar 2008 für Super Aguri) ist er kein unerfahrener Mann: 46 Testtage hat der 29-Jährige in seiner F1-Karriere bereits auf dem Buckel.


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