Formel 1 - James Key über seine Rolle bei Toro Rosso

Technik-Direktor über seine Aufgaben

James Key erklärt, was er als Technischer Direktor bei Toro Rosso zu tun hat und wo er das Team umkrempeln musste.
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Motorsport-Magazin.com - James Key ist seit sechs Monaten als Technischer Direktor Letztverantwortlicher für den Boliden von Toro Rosso. Im Zuge der Präsentation erklärte der Brite seine Rolle bei der Scuderia.

"Ich musste in dieser kurzen Zeit, die ich beim Team bin, nicht viel ändern", führte er aus. "Wenn es um Bereiche ging, in denen alles problemlos lief, dann habe ich mich nicht groß eingemischt. Die Zuverlässigkeit unseres Auto, zum Beispiel, war sehr gut und eine der Stärken. Wo wir Aufholbedarf hatten, waren Bereiche, in denen es um Leistung ging. Wir haben in diesem Bereich aber signifikante Verändeurngen vorgenommen und auch unsere neue Vehicle Performance Group eingeführt", so Key.

"Als Technischer Direktor ist es wichtig, die Arbeitsweise an die existierenden Stärken im Team anzupassen und dann die Schwächen in Angriff zu nehmen. Das ist besser, als wenn man alles umkrempelt und es an die eigene Arbeitsweise anzupassen versucht", ist sich der Brite sicher.

Immer den Überblick behalten

Letztlich ist der Technische Direktor für die Leistung des Autos verantwortlich. Daher beeinflussen alle Entscheidungen, von technischen über betriebswirtschaftliche bis hin zu organisatorischen, das finale Produkt.
James Key

"Letztlich ist der Technische Direktor für die Leistung des Autos verantwortlich. Daher beeinflussen alle Entscheidungen, von technischen über betriebswirtschaftliche bis hin zu organisatorischen, das finale Produkt. Ich bevorzuge eine technische Herangehensweise, aber manchmal muss man zurücktreten um dem Team gewisse Freiheiten zu geben."

An Rennwochenenden sieht sich Key eher in der Rolle des unbeteiligten Beobachters: "Es ist wichtig, dass alle in die selbe Richtung arbeiten. Du musst sicherstellen, dass alles unter den gegebenen Umständen so gut wie möglich funktioniert. Jemand muss die Übersicht haben, wo wir stehen, was als nächstes passieren muss und wo Schwächen und Prioritäten liegen müssen."

2014 wird kleine Team härter treffen

"Ein Besuch der Rennen gibt dir ein gutes Gefühl dafür, wo du mit deinem Team stehst und das wiederum hilft im Entscheidungsfindungsprozess. Ingenieure und Fahrer können auf Hindernisse stoßen, die sie aufhalten. Meine Rolle ist es dann, welches Problem als erstes angegangen werden soll", führt der Technikdirektor aus.

Wie jeder, der aktuell in die technische Entwicklung eines F1-Boliden involviert ist, spukt 2014 Key schon im Hinterkopf herum: "Die großen technischen Regeländerungen 2014 haben schon jetzt einen Einfluss auf uns. Jedes Team muss sich dieser Herausforderung stellen, aber kleinere Teams betrifft es mehr. Wir müssen ein konplett anderes Auto konstruieren und du kannst keine bewährten Designs oder Philosophien von 2013 auf 2014 übertragen. Wir müssen schon jetzt Wissen über die neuen Regeln und deren Auswirkungen aufbauen und diese in das Design des 2014er-Autos einfließen lassen. Wir müssen die Balance finden, zwischen Konkurrenzfähigkeit in diesem Jahr und guter Vorbereitung auf 2014 und darüber hinaus."


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