Formel 1 - Petrov-Managerin: F1 kein Sport mehr

Enttäuschung über Petrov-Aus

Vitaly Petrov wurde bei Caterham aussortiert. Seine Managerin Oksana Kosachenko zeigte sich sehr enttäuscht und sprach von einem großen Fehler.
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Motorsport-Magazin.com - Am Freitag wurde es offiziell: Giedo van der Garde wird in der kommenden Saison das noch freie Cockpit bei Caterham erhalten. Die Enttäuschung im Lager von Vitaly Petrov, der dem Team mit seinem elften Rang beim Brasilien GP noch den zehnten Platz bei den Konstrukteuren und damit etliche Millionen sicherte, war groß. "Wir wussten das ein paar Tage zuvor. Das ist eine Entscheidung des Teams, die wir respektieren müssen", erklärte Petrovs Managerin Oksana Kosachenko. "Ich würde aber nicht sagen, dass wir es direkt erwartet haben."

Wir haben ein paar Angebote für Vitaly, dass er in der Formel 1 und im Umfeld des Fahrerlagers bleiben kann
Oksana Kosachenko

Nun geht es für die Managerin darum, die zur Verfügung stehenden Optionen für Petrov zu eruieren. "Wir haben ein paar Angebote für Vitaly, dass er in der Formel 1 und im Umfeld des Fahrerlagers bleiben kann", fuhr Kosachenko bei R-Sport fort und gestand, dass Caterham die einzige noch offene Option auf ein Stammcockpit war. Eine andere Rennserie sei aber keine Option.

Besonders unverständlich ist für die Managerin diese Entscheidung, weil im kommenden Jahr erstmals ein Grand Prix in Sochi ausgetragen wird und alles dafür getan werden müsse, diese Veranstaltung zu promoten. "Damit begehen sie einen großen Fehler", bezog sich Kosachenko auf Caterham.

Damit begehen sie einen großen Fehler
Oksana Kosachenko

Neben Caterham bekam auch die gesamte Königsklasse ihr Fett weg, denn Kosachenko untermauerte nochmals, wie teuer es im Moment sei, einen Platz zu ergattern. "Tatsächlich ist es im Moment kein Sport, es geht immer mehr in Richtung Show", fuhr die Managerin fort und kritisierte die Tatsache, dass immer mehr Fahrer nur des Geldes wegen ein Cockpit erhalten. Rückblickend hatte allerdings auch Petrov dieses Prädikat, der seinen Platz bei Caterham nicht zuletzt vielen Millionen des russischen Staates zu verdanken hatte, die für 2013 wegbrachen. Nun habe sich die Lage laut Kosachenko aber deutlich verändert. "Ich glaube, dass ein Fahrer, der seine Möglichkeiten in der Formel 1 innerhalb von drei Jahren gezeigt hat, Unterstützung verdient."


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