Formel 1 - Horner bleibt bis 2017 bei Red Bull

Wie sollte er mit Ferrari verhandeln?

Da Red-Bull-Teamchef Christian Horner bis 2017 verlängert hat, amüsieren Dr. Helmut Marko Spekulationen über Verhandlungen des Briten mit Ferrari.
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Motorsport-Magazin.com - Es gab in den vergangenen Tagen wieder ein großes Rauschen im Blätterwald, weil italienische Medien Christian Horner bei Ferrari in Maranello gesehen hatten. Schnell kamen sie zur Schlussfolgerung, der Brite sei ein Kandidat, um Stefano Domenicali bei Ferrari abzulösen und in dem Fall könnte er Technikchef Adrian Newey auch gleich mitnehmen. Derlei Spekulationen waren weit gefehlt. Einerseits war Horner nur deswegen in Maranello, weil dort ein Gipfeltreffen mit Bernie Ecclestone, McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh, Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo und Mercedes GP Vorstandsmitglied Niki Lauda stattfand. Andererseits ist Horner gebunden.

Wie kann Christian in Maranello verhandeln? Wir haben seinen Vertrag bis 2017 verlängert
Dr. Helmut Marko

"Wie kann Christian in Maranello verhandeln? Wir haben seinen Vertrag bis 2017 verlängert", betonte Red Bull Motorsportberater Dr. Helmut Marko nun in der Sport Bild. Auf Anfrage von Motorsport-Magazin.com bestätigte eine Sprecherin von Red Bull Racing, dass Horner per mehrjährigem Vertrag mit dem Team verlängert hat. Laut Marko ist wohl auch alles auf dem besten Weg, um Newey auf lange Sicht an das Team zu binden. Mit dieser Personalpolitik sieht der Motorsportberater den Weg geebnet, um Sebastian Vettel über dessen Vertragsende 2014 bei Red Bull Racing zu halten. "Die Grundlagen, die dafür sorgen sollen, dass Sebastian sich weiter bei uns wohlfühlt, sind geschaffen", sagte Marko.

Concorde noch in der Schwebe

Bei den Concorde-Gesprächen in Maranello gab es dem Vernehmen nach keinen Abschluss, wobei die Diskussionspunkte klar waren. So sind die finanziellen Zuwendungen Ecclestones an die Teams für die Zukunft zwar geregelt, aber bei der Kostenkontrolle sind noch Fragen offen, weswegen es auch keine Einigkeit darüber gibt, wie sie festgelegt werden soll. Dann gibt es noch Reglement-Fragen, die geklärt werden müssen. Dabei sind für Ecclestone besonders McLaren und Mercedes wichtig, da sie zwar wie die anderen Teams ihre Einschreibegebühr für 2013 bezahlt haben, ihre Punkteprämie haben sie aber als einzige noch nicht entrichtet. Das wollen sie erst tun, wenn die entscheidenden Fragen zum Reglement geklärt sind.

Bernie Ecclestone wäre Klarheit lieber - Foto: Sutton

Vorerst ist die Formel 1 aber Concorde-frei. Das heißt, die FIA könnte mit den Regeln machen, was sie will und die Teams könnten gehen, wie sie wollen, ihre Teilnahme-Zusicherung bis 2020 ist aktuell nicht verbindlich. Besonders Ecclestone als Inhaber der kommerziellen Rechte kann das nervös machen, immerhin muss er ein Produkt verkaufen, bei dem die Stars, also Fahrer und Teams, theoretisch jederzeit aussteigen können.

Redaktionskommentar

Motorsport-Magazin.com meint: Die Medien in Italien haben immer nervöse Finger, wenn es um Ferrari geht, da genügt die Sichtung eines Mitarbeiters von der Konkurrenz um die Fantasie zu beflügeln. Allzu oft wird aus diesem kleinen Lüftchen dann ein wahrer Orkan, weil jeder glaubt, dem nächsten großen Scoop auf der Spur zu sein. In diesem Fall war das ein Satz mit X, da Christian Horner nicht nur aus völlig anderen Gründen in Maranello war, sondern weil er auch langfristig bei Red Bull bleiben will. Dennoch ist es immer wieder schön zu sehen, wie sehr alleine schon die physische Präsenz bestimmter Leute an bestimmten Orten bei manchen die Fantasie anregen kann. (von Falko Schoklitsch).


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