Formel 1 - Stewart mahnt Hamilton zu Veränderungen

Hoffnungen beruhen auf Brawn-Faktor

Formel-1-Legende Jackie Stewart ist weiterhin davon überzeugt, dass der Wechsel von Lewis Hamilton zu Mercedes ein Fehler war. Helfen könnte Ross Brawn.
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Motorsport-Magazin.com - Formel-1-Legende Sir Jackie Stewart bekräftigte seine Meinung, wonach der Wechsel von Lewis Hamilton von McLaren zu Mercedes ein Fehler für den Weltmeister von 2008 ist. "Wenn ich Lewis [Hamilton] wäre, hätte ich McLaren nicht verlassen. Aber als 28-Jähriger sollte er schon wissen, was er macht", so der 99-fache Grand-Prix-Teilnehmer.

Stewart blickt kritisch auf den Wechsel von Lewis Hamilton - Foto: Sutton

Der dreifache Weltmeister rät Hamilton zu einem ruhigeren Lebensstil. "Man muss verdammt vorsichtig sein, dass man nicht von seiner eigenen Wichtigkeit, von seiner eigenen Berühmtheit und von seinem eigenen Terminplan außerhalb des Cockpits abgelenkt wird. Das kann ziemlich berauschend sein", spielte Stewart auf den nicht gerade für Ruhe und Ausgewogenheit bekannten Lebensstil Hamiltons an.

Vor allem dürfe Hamiltons Privatleben keinen Einfluss auf seine Leistung auf der Strecke haben. "Er soll sich nicht so ablenken lassen, das sollte er sich hinter die Ohren schreiben", so der 73-Jährige gegenüber der Daily Mail. "Es geht darum, mit wem man seine Zeit verbringt, was man in seiner Freizeit macht und wie man seine Freizeit mit dem realen Leben vereinbart - und sein reales Leben ist das eines Rennfahrers."

Brawn könnte Hamilton helfen

Einen Faktor, der Lewis Hamilton zum Erfolg bei seinem neuen Team verhelfen könnte, hat Sir Jackie Stewart aber doch noch gefunden. "Der Ross-Brawn-Faktor ist wichtig. Er weiß, wie er es machen muss, Lewis muss mit ihm arbeiten und er ist von ihm abhängig. Und Lewis muss sich rechtzeitig entwickeln."

Das wird ziemlich fordernd, aber es gibt keinen Grund, weshalb er nicht von Beginn an konkurrenzfähig sein wird.
Stewart über Hamilton

Weil Ross Brawn die akribische und fleißige Arbeitsweise von Michael Schumacher gewöhnt ist, würde er Ähnliches auch von dessen Nachfolger bei Mercedes verlangen, so Stewart. "Das wird ziemlich fordernd, aber es gibt keinen Grund, weshalb er nicht von Beginn an konkurrenzfähig sein wird."

Sollte sich Mercedes in der Formel 1 nicht bald als Top-Team beweisen und sich die wirtschaftliche Lage weiterhin als schwierig erweisen, sieht Stewart nach wie vor die Gefahr, dass sich der Konzern aus der Formel 1 zurückziehen könnte. "Daimler ist nur daran interessiert, vorne mitzufahren und zu gewinnen. Wenn das nicht passiert, ist es eine Entscheidung von fünf Minuten für den Mercedes-Benz-Vorstand, sich aus dem Motorsport zurückzuziehen, wenn es eine weitere Rezession gibt und sie keine Autos verkaufen. In dieser Beziehung sind sie leicht verwundbar", wiederholte Stewart Aussagen, die er bereits mehrmals getätigt hatte.


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