Formel 1 - Markos Kommentare verwundern Alonso

Ich bin nur Fahrer, kein Politiker

Fernando Alonso muss sich über die Kritik von Dr. Helmut Marko an seiner Person wundern. Der Spanier sieht sich selbst nicht als sehr politisch.
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Motorsport-Magazin.com - Red-Bull-Motorsportberater Dr. Helmut Marko war zuletzt recht deutlich, als er meinte, Fernando Alonso habe sich zu sehr mit politischen Spielchen beschäftigt, als die Formel-1-Saison 2012 in ihre kritische Phase ging. Alonso selbst kann allerdings nicht verstehen, wie der Grazer zu dieser Meinung kommt und zeigte sich nun eher verblüfft über die Aussagen Markos. So sieht sich Alonso einerseits nicht als sehr politischer Mensch, andererseits fragte er sich, warum man bei Red Bull überhaupt auf seine Kommentare reagiert, wenn Marko doch meinte, dass man im Saison-Endspurt so stark war, weil man sich von den Kommentaren der Konkurrenz abgeschottet hat.

"Ich denke nicht, dass ich sehr gut darin bin", meinte der Ferrari-Pilot dazu, ob er zu viel Fahrerlager-Politik betreibt. "Ich fahre einfach Autos. Ich war von den Statements [von Marko] überrascht, aber ich denke, das waren Statements, die etwas durchgemischt wurden und eher bedeutungslos waren. Sie sagen, sie haben nicht zugehört und nichts gesagt. Sie sagten, es hätte sie nicht beeinflusst, was ich gesagt habe, aber sie müssen das gelesen haben oder es ist jemand bei Nacht aufgewacht und hat es gelesen - denn sie mussten sich ja beruhigen. Sie [Markos Aussagen] waren etwas durchgemischt, ohne jegliche Kontrolle. Also glaube ich nicht, dass wir diesen Statements zu viel Aufmerksamkeit schenken sollten."

Redaktionskommentar

Motorsport-Magazin.com meint: Irgendwie ist es lustig, dass sowohl Ferrari als auch Red Bull betonen, den Aussagen der anderen Seite keine Aufmerksamkeit zu schenken, dann aber doch beide sehr genau Bescheid wissen, warum sie die Gegenseite eigentlich ignorieren sollten. In ihren Reaktionen, in denen mitgeteilt wird, warum man der anderen Seite eigentlich gar nicht zuhört, wird dann auch gleich noch ein weiterer Kommentar eingebaut, um der Konkurrenz doch noch eine Kleinigkeit reinzuwürgen. Auf diese Art und Weise scheinen Red Bull und Ferrari es zu schaffen, die gegenseitigen Sticheleien über die Winterpause zu retten, was bedeutet, dass ab Test- oder spätestens Saisonbeginn dann verbal gleich so richtig losgelegt werden kann. Ein spaßiges Jahr steht bevor (Falko Schoklitsch).


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