Formel 1 - Ecclestone fände Constantin-Prozess unterhaltsam

Werde keinem Vergleich zustimmen

Bernie Ecclestone scheut keinen Prozess mit Constantin Medien, die ihm vorwerfen, sie beim F1-Rechte-Verkauf an CVC um 171 Millionen Dollar gebracht zu haben.
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Motorsport-Magazin.com - Bernie Ecclestone hat derzeit nicht nur die deutschen Behörden auf seinen Fersen, die ihn wegen Bestechung des BayernLB-Risikovorstands Gerhard Gribkowsky anklagen wollen, sondern auch Constantin Medien. Das Unternehmen wirft dem Formel-1-Zampano vor, sie durch den manipulierten Verkauf der Formel-1-Rechte an CVC um etwa 171 Millionen Dollar gebracht zu haben.

Aufgrund des Bestechungsgelds, das Ecclestone an Gribkowsky gezahlt haben soll, habe dieser sich für einen Verkauf an CVC entschieden und nicht nach weiteren potentiellen Käufern umgesehen, argumentiert Constantin Medien. Dadurch sind die Rechte aus Sicht des Unternehmens nicht an den Meistbietenden verkauft worden. Die BayernLB behauptet jedoch, dass das Angebot von CVC ungewöhnlich hoch und sehr attraktiv gewesen sei.

Ecclestone hat keine Scheu, im Oktober in London vor Gericht aufzutreten, wie er dem Formel-1-Wirtschaftsexperten Christian Sylt erklärte. "Ich hoffe, dass sie es vorantreiben. Es wird unterhaltsam. Natürlich freue ich mich darauf", lautete seine ungewöhnliche Aussage.

Ecclestone offenbarte zudem, dass ein gemeinsamer Freund von Constantin-Anteilseigner Dieter Hahn und ihm mit dem Vorschlag eines Vergleichs an ihn herangetreten sei. "Ich werde keinem Vergleich zustimmen. Bei all dem geht es nur darum, einen Weg zu finden, wie man an Geld kommt", analysierte er. "So einfach ist es. Der Richter wird den Fall entscheiden. Ich sehe keinen Grund, warum das Ganze nicht zu meinen Gunsten verlaufen sollte", zeigte er sich siegesgewiss.

Motorsport-Magazin.com meint: Sowohl im Fall Gribkowsky als auch im Fall Constantin Medien gibt es zwar schwerwiegende Vorwürfe gegen Bernie Ecclestone, eine Anklage ist jedoch noch nicht zustande gekommen. Eine solche sollte auch äußerst gründlich vorbereitet und durchdacht sein und die Beweise hieb- und stichfest, denn Ecclestone ist für mich nach wie vor Teflon-Bernie, an dem nichts haften bleibt. Natürlich kann seine Siegesgewissheit auch nur gespielt sein, aber er ist ohne Frage eine harte Nuss für die deutsche Staatsanwaltschaft und Constantin Medien.


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