Formel 1 - Button erwartet 2013 viele Spannungsfaktoren

Ich bin derjenige, der das Auto fährt

Jenson Button glaubt nicht, dass McLaren das gleiche Schicksal wie 2012 widerfährt. Für die kommende Saison freut er sich gleich auf mehrere Faktoren.
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Motorsport-Magazin.com - Der Jahreswechsel steht unmittelbar bevor und auch die Formel 1 schreitet den ersten Wintertests unaufhaltsam entgegen. Nach einer schwierigen Saison, in der McLaren zwar über weite Strecken das schnellste Auto im Feld hatte, die Performance jedoch nicht immer ins Ziel bringen konnte, glaubt Jenson Button nicht, dass sich die Geschichte wiederholen wird. "Wenn wir ähnlich stark wie 2012 in die neue Saison starten, denke ich, dass wir die Fehler und Probleme, die wir dieses Jahr hatten, hinter uns lassen können - hoffentlich."

Nach dem Abgang von Lewis Hamilton hatte Button schon öfter betont, dass er sich auf seine neue Rolle im Team freue. Doch nicht nur auf die Rolle als Leitwolf beim Traditionsrennstall blickt der Brite optimistisch, auch die anstehende Entwicklungsarbeit treibt dem Weltmeister von 2009 ein Lächeln ins Gesicht: "Ich freue mich darauf, eng mit dem Team zusammenzuarbeiten - nicht nur als Fahrer, sondern auch mit den Aerodynamik-Leuten, den Ingenieuren und den Konstrukteuren."

Button widerspricht Räikkönen

Unlängst ließ Formel-1-Kollege Kimi Räikkönen verlauten, er glaube nicht daran, dass die Piloten einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Boliden hätten. Wenn dem so wäre, "würde man keine Ingenieure mehr brauchen", so der ehemalige McLaren-Fahrer. Jenson Button hat diesbezüglich eine gänzlich konträre Meinung, schließlich ginge es darum, die Entwicklung in die Richtung voranzutreiben, die er persönlich präferiere. "Ich bin kein Experte in diesem Bereich", schränkte Button ein, "aber ich bin derjenige, der das Auto fährt. Ich bin derjenige, der weiß, was er vom Auto will.

Ein großes Fragezeichen steht noch hinter der neuen Reifengeneration. Alleinausrüster Pirelli brachte beim letzten Grand Prix des Jahres den 2013er Compound bereits an die Strecke. Fahrer und Teams durften sich am Freitag auf die neue Mischung einschießen. Mit Jenson Button haben die Italiener bereits einen Befürworter der neuen Generation gefunden: "Ich mochte sie. Es war zwar ziemlich heiß in Brasilien, weshalb die Aussage etwas vage ist. Aber die Tatsache, dass die Reifen viel schneller auf Temperatur kommen und es weniger Probleme beim Aufheizen gibt, finde ich gut."

Ein Charakteristikum der neuen Pneus, die dem Reifenflüsterer in die Karten spielen könnte, ist die Abnutzung des Reifens. "Er wird sich definitiv sehr stark abnutzen", sagte Button gegenüber Autosport und schätzte die Situation ähnlich dem Beginn der abgelaufenen Saison ein. Vom Gefühl her sei die neue Konstruktion neuartig: "Der Grip ist anders. Uns wurde erzählt, dass er eine bestimmte Art von Haftung generiert, aber es hat sich nicht danach angefühlt, es hat sich anders angefühlt. Aber es fühlte sich nach einem guten Reifen an."


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