Formel 1 - Regeln 2014 zwingen Teams zu Zusammenarbeit

So sieht Abiteboul die besten Chancen

Einzelgänger werden beim Regelumstieg 2014 mehr Probleme haben als Teams, die untereinander kooperieren. Davon ist Caterham-Teamchef Cyril Abiteboul überzeugt.
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Motorsport-Magazin.com - Enge, gemeinschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Teams der Formel 1 ist eigentlich ein Widerspruch. Zwar gibt es durchaus technische Partnerschaften - Red Bull beliefert etwa Caterham mit Teilen oder McLaren und Williams arbeiten mit Marussia zusammen -, aber richtig enge Beziehungen bestehen zwischen den Rennställen nicht. Caterham Teamchef Cyril Abiteboul glaubt aber, dass enge Partnerschaften unter den Teams der Schlüssel dazu sein können, um aus dem neuen Formel-1-Reglement für 2014 volles Kapital zu schlagen.

Dieser Umbruch wird eine gewisse Partnerschaft unter den Teams erfordern und das gilt nicht nur für Teams wie uns
Cyril Abiteboul

In etwas mehr als einem Jahr werden die 2,4 Liter V8-Motoren durch 1,6 Liter Turbomotoren ersetzt und die Autos werden sich verändern. Wagt ein Team diesen Umstieg alleine, könnte das nach Abitebouls Meinung ein Fehler sein. "Dieser Umbruch wird eine gewisse Partnerschaft unter den Teams erfordern und das gilt nicht nur für Teams wie uns. Ich habe das Gefühl, es wird wie im Automobil-Business sein, wenn man ein neues Produkt herstellen will: man versucht, die Plattform aufzuteilen - so werden es Renault, Alpine und Caterham [für einen geplanten, neuen Sportwagen] machen", meinte er.

Keine Kundenautos

Für mehr Effizienz und größere Leistungsfähigkeit sei eine Kooperation der beste Weg, musste Abiteboul betonen, der früher selbst in der Automobilindustrie bei Renault beschäftigt war. "Ich denke, das Gleiche wird in der Formel 1 passieren", sagte er Autosport. "In der Formel 1 ist das relativ neu, weil die Teams auf der Strecke gegeneinander fahren müssen, aber ich denke, in Zukunft wird es um Zusammenarbeit gehen - und 2014 wird uns dazu zwingen, mehr daran zu denken."

Zwischen gar keiner Zusammenarbeit und Kundenautos lässt sich ein Kompromiss finden
Cyril Abiteboul

Eine Sache war Abiteboul in diesem Zusammenhang aber wichtig: die Kooperationen sollten nicht so weit gehen, dass es in der Formel 1 praktisch wieder Kundenautos gibt. "Es gibt ein Limit und wir wollen vor allem keine Kundenautos. Aber zwischen gar keiner Zusammenarbeit und Kundenautos lässt sich ein Kompromiss finden. Ich bin mir sicher, wir können es besser machen als im Moment - sowohl für Caterham als auch für die Formel 1 allgemein."


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