Formel 1 - Glock: Höheres Budget als Schlüssel zum Erfolg

Auf das Geld kommt es an

Timo Glock hofft, dass Marussia das Budget erhöhen kann. Gelingt das nicht, wird es weiterhin nicht gelingen, einen Schritt nach vorne zu machen.
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Motorsport-Magazin.com - Wenn es eine Konstante bei Marussia gibt, lautet ihr Name Timo Glock. Der Deutsche ist seit Bestehen des Teams mit von der Partie und wird im kommenden Jahr abermals einen neuen Stallgefährten erhalten, da Charles Pic bei Caterham unterschrieben hat. Ausgerechnet Caterham verdrängte Marussia beim letzten Saisonrennen auf den wenig lukrativen elften Rang der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft, was das russische Team um einige Millionen brachte.

Wir alle wissen, dass man Geld benötigt, wenn man große Schritte machen will
Timo Glock

Glock ist davon überzeugt, dass Marussia nur vom Ende des Feldes wegkommen kann, wenn das Team künftig mehr finanzielle Mittel zur Verfügung hat. "Ein höheres Budget ist der Schlüsselfaktor", betonte er. "Wir alle wissen, dass man Geld benötigt, wenn man große Schritte machen will." Marussia würde sich im Rahmen seiner Möglichkeiten weiterentwickeln, doch die Konkurrenz habe mehr Geld zur Verfügung und würde daher größere Fortschritte machen. "Unser Ziel ist es, ein größeres Budget zu haben", sagte Glock. "Daran arbeiten die Leute, wenn uns das gelingt, können wir einen Schritt nach vorne machen."

Marussia hatte gegenüber Caterham das Nachsehen - Foto: Sutton

Die Sünden der Vergangenheit

Marussia vertraute in den ersten beiden Jahren seines Bestehens nicht auf die Entwicklung im Windkanal, sondern setzte auf CFD, was sich rückblickend als wenig zielführend herausstellte. Zudem verfügten die Boliden in der vergangenen Saison im Gegensatz zu Caterham nicht über KERS und hatten daher von Haus aus einen gewaltigen Nachteil. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir viel stärker gewesen wären, hätten wir zu Beginn des Jahres ordentlich getestet und früher mit der Arbeit im Windkanal begonnen", sagte Glock.

"Für KERS gilt dasselbe", fuhr er fort. In erster Linie habe jedoch die späte Arbeit im Windkanal dazu geführt, dass der Rückstand von Saisonbeginn an viel zu groß war, um erfolgreich zu sein. "Wenn wir in der Lage gewesen wären, mit dem Windkanal ein bisschen früher zu arbeiten, wären wir näher an Caterham dran gewesen und hätten sie vielleicht schlagen können", mutmaßte er. "Daran arbeiten wir für nächstes Jahr."


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