Formel 1 - Marussia voll im Fahrplan

MVR-3 bei ersten Testfahrten am Start

Marussia ist laut Teamchef Graeme Lowdon voll im Fahrplan und kann mit dem neuen Boliden an den Testfahrten im Februar teilnehmen.
von

Motorsport-Magazin.com - Der Start in die Saison 2012 war für Marussia mehr als holprig. Während das Team zunächst beim ersten Test mit dem Auto von 2011 und erst beim zweiten Testauftritt mit dem damals neuen MVR-2 antreten wollte, verschoben sich die Pläne immer weiter nach hinten. Grund war, dass das Team die nötigen Crashtests der Formel 1 nicht bestanden hatte. Das letztendliche Resultat: Alle Testfahrten fanden ohne Timo Glock und Charles Pic statt.

Momentan liegt es im Plan, tatsächlich sogar ein bisschen voraus
Graeme Lowdon

2013 soll das aber alles anders werden, denn laut Teamchef Graeme Lowdon liege man mit dem MVR-03 voll im Plan. "Momentan liegt es im Plan, tatsächlich sogar ein bisschen voraus", verriet der Teamchef gegenüber Autosport. Wir verfügen über einen hohen Grad an Selbstbewusstsein, denn unsere Strukturen sind komplett andere." Genau diese veränderten Strukturen nach der Ersetzung von Nick Wirth machte er für das gute Zeitmanagement verantwortlich.

Besonders stolz ist Lowdon darauf, dass das Auto für die kommende Saison erstmals komplett durch das Team gebaut worden wäre. Daher hält er auch große Stücke auf den neuen Boliden und erwartet einiges. "Ich denke absolut, dass das ein Top-10-Team ist", so der Teamchef, der für den Weg unter die besten Zehn als entscheidende Faktoren Geld und Zeit angab.

Enttäuscht zeigte er sich darüber, dass niemand in Brasilien erkannt hätte, dass der schnellste Stopp von Timo Glock schneller als alle Stopps war, die McLaren gelungen. "Die Leute sehen diese Art von Dingen nicht, aber wir verfügen nun über ein sehr, sehr gutes Team", fuhr er fort. Dabei war es ihm wichtig, nochmals die guten Strukturen, den internen Zusammenhalt und die sehr geringe Kostenbasis zu erwähnen.

Die Leute sehen diese Art von Dingen nicht, aber wir verfügen nun über ein sehr, sehr gutes Team
Graeme Lowdon

"Wenn wir ein Auto haben, das zu schnelleren Rundenzeiten in der Lage ist, was die andere Seite der Medaille ist - und was ich bisher vom nächstjährigen Auto gesehen habe, wird es ein wirklich gutes Auto - dann kann man dieses Team nicht abschreiben", sprach der Teamchef alle Kritiker an. Denn wenngleich es die Resultate bisher nicht gezeigt hätten, bezeichnete Lowdon sein Team erneut als einen Teil der Top-10.


Weitere Inhalte:

Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x