Formel 1 - Warwick fürchtet Mercedes-Stillstand

Armselige Saisonbilanz

Lewis Hamilton ist für Derek Warwick der schnellste Mann der Formel 1. Allerdings glaubt er nicht daran, dass er mit Mercedes 2013 viel erreichen wird.
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Motorsport-Magazin.com - Ex-Formel-1-Pilot Derek Warwick ist sich sicher, dass Lewis Hamilton mit dem Wechsel zu Mercedes einen Fehler begangen habe. Er sieht McLaren und Red Bull für 2013 in der Favoritenrolle, während er für Mercedes aufgrund der Reglementsstabilität keine großen Hoffnungen hat. "Man wird niemals Red Bull, Ferrari und McLaren außerhalb der Top-3 sehen", sagt der Le-Mans-Sieger von 1992 gegenüber englischen Medien. "Ich würde sagen, dass Red Bull und McLaren die Favoriten sind, alles unter sich auszumachen. Es ist nur die Frage, in welcher Reihenfolge sie an der Spitze landen."

Ich würde sagen, dass Red Bull und McLaren die Favoriten sind, alles unter sich auszumachen. Es ist nur die Frage, in welcher Reihenfolge sie an der Spitze landen.
Derek Warwick

Schwarz sieht er dagegen für Mercedes: "Wir haben eine große Reglementsstabilität im kommenden Jahr und so ist zu erwarten, dass wir so weitermachen werden, wie wir 2012 aufgehört haben", orakelt er und geht mit der Truppe von Ross Brawn hart ins Gericht: "Ich bin mir sicher, dass Lewis hofft, dass das nicht passieren wird. Mercedes arbeitet zwar am neuen Auto, aber ihre Performance dieses Jahr war nicht nur enttäuschend, sie war äußerst armselig."

"Mercedes hat jetzt zweifellos den schnellsten Fahrer der Formel 1 und alles, was wir wollen, ist Lewis in einem siegfähigen Auto um den Titel kämpfen zu sehen", spricht er die Hoffnung vieler Engländer aus. Deshalb hoffe er, dass Mercedes 2013 konkurrenzfähig sei, aber: "Entweder weiß Lewis etwas, was wir alle nicht wissen oder er liegt nachts im Bett und fragt sich: 'Was habe ich bloß getan?'"

Dafür freut sich Warwick auf Jenson Button als Nummer 1 bei McLaren: "Ich bin überzeugt, dass sich Jenson als Teamleader entwickeln wird. Ich würde nicht sagen, dass Lewis ihn zurückgehalten hat, aber jetzt wird er das Team von der Spitze aus leiten. Er wird stärker und besser werden", ist sich der 58-jährige sicher, mahnt aber auch an: "Doch das muss er auch, denn in Sachen Speed lag er den größten Teil der Saison hinter Lewis zurück." In Brasilien den 15. Karrieresieg zu landen sei allerdings ein perfekter Saisonabschluss gewesen.


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