Formel 1 - Jones voll des Lobes für Räikkönen

Eines der besten Comebacks aller Zeiten

Kimi Räikkönen hat sich 2012 mehr als nur gut geschlagen - bei seiner F1-Rückkehr mit Lotus sah er immer die Zielflagge und wurde starker Gesamtdritter.
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Motorsport-Magazin.com - Fernando Alonso oder Sebastian Vettel - wer war der Mann der Saison? Ex-Weltmeister Alan Jones hat eine amüsante wie überraschende Antwort auf diese Frage parat: Kimi Räikkönen. Der Finne kehrte zu Saisonbeginn nach zwei Jahren F1-Auszeit mit Lotus in die Königsklasse zurück, schnell gelangen ihm und der Truppe aus Enstone nicht für möglich gehaltene Achtungserfolge. Bald schon war Räikkönen regulärer Podiumskandidat und spät aber doch gelang beim drittletzten Lauf in Abu Dhabi auch noch der wohlverdiente erste Saisonsieg für den schweigsamen Mann aus dem hohen Norden. Für Jones stand somit fest, dass das Comebacks Räikkönen eines der erfolgreichsten sei, das die F1 je zu Gesicht bekommen habe.

Kimi ist zurückgekehrt und hat sich extrem gut geschlagen. Damit hat er eine Menge Leute überrascht, auch mich.
Alan Jones

Sogar mit der erfolgreichen Rückkehr Niki Laudas wollte der Australier das Comeback des Lotus-Piloten vergleichen. Lauda hatte 1984 mit McLaren seinen dritten und letzten Titel eingefahren - drei Jahre nach dem Ende seiner Auszeit von der Formel 1. "Kimi ist zurückgekehrt und hat sich extrem gut geschlagen. Es ist wahrscheinlich eines der besten Comebacks aller Zeiten und steht mit dem von Lauda in einer Reihe", meinte der Champ von 1980, der anfügte: "Damit hat er eine Menge Leute überrascht, auch mich." Mit dem Rücktritt vom Rücktritt hat auch Jones selbst Erfahrung. Nachdem er die Handschuhe Ende 1981 an den Nagel gehängt hatte, kehrte er zwei Jahre später für einen einmaligen Auftritt mit Arrows in Long Beach in den Sport zurück.

Das Jahr darauf ließ Jones wieder aus, nur um 1985 für drei Rennen und 1986 für die komplette Saison abermals das Abenteuer F1 zu wagen, wenngleich ihm mit dem unterlegenen Haas-Team keinerlei Erfolge mehr möglich waren. Auf Grund dieser Erfahrung hegt er auch Sympathien für Michael Schumacher, dessen dreijähriges Mercedes-Comeback ebenso floppte und am Sonntag in Interlagos ein Ende fand. "Ich glaube, Michael hat nicht gerade das Auto bekommen, das er erwartet hatte. Die Leute sagen, er hätte nicht zurückkommen sollen", erklärte Jones. "Aber letztendlich gibt es nur eine Person, die das entscheiden kann und das ist er selbst. So etwas macht man immer nur für sich - für sonst niemanden."


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