Formel 1 - Blog - Crowdfunding auf Japanisch

Voll im Trend

Kamui Kobayashi geht mit der Zeit: Der Japaner möchte seine F1-Zukunft via Crowdfunding retten. Das Potenzial ist enorm...
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Motorsport-Magazin.com - Crowdfunding ist cool. Crowdfunding ist in. Crowdfunding? Genau, die öffentliche Geldbeschaffung über das Internet - ganz legal. Über Websites wie kickstarter.com können kreative und/oder verrückte Köpfe Geld für ihr Wunschprojekt auftreiben - egal ob Independent-Film, Musik-Album, Kochbuch oder Computerspiel. Die Palette reicht von Remakes und Fortsetzungen diverser Spieleklassiker über einen vietnamesischen Sandwich-Truck in Philadelphia bis zu einem "Mozzarella Cheese Making Set" für die eigene Küche. Im Gegenzug für die Finanzspritze erhalten die Crowdfunder das fertige Produkt oder spezielle Extras.

Kamui Kobayashi hat das Konzept jetzt aufgegriffen und in die Formel-1-Welt übertragen. Er möchte Geld sammeln, um sich so den Traum von einem Cockpit 2013 oder 2014 doch noch erfüllen zu können. Ganz genau verstanden scheint er das Prinzip aber noch nicht zu haben - sein Spendenaufruf ist ausschließlich auf Japanisch vorhanden...

Einmal in der F1-Welt verankert, könnte das Crowdfunding die Königsklasse schnell erobern. Wir haben uns in der Redaktion von Motorsport-Magazin.com einige unterstützungswürdige Projekte überlegt...

Lewis Hamilton ist sich nicht sicher, wann er wieder ein siegfähiges Auto unter dem Hintern haben wird. Also würde er sich sicher freuen, wenn er das Entwicklungsbudget für seinen Silberpfeil zusätzlich aufpeppen könnte. Als Extra für alle Unterstützer könnte er exklusive Telemetriedaten via Twitter anbieten.

Crowdfunding hätte den besten Toaster der Welt retten können - Foto: Sutton

Auch am Nürburgring ist jede Finanzspritze willkommen - dort gibt es jede Menge ungenutzte Anlagen und nicht zuletzt eine Rennstrecke, die betrieben werden möchten. Als Belohnung ist sicher eine kostenlose Fahrt mit der Ring-Achterbahn drin.

Ganz dringend wird Geld bei HRT benötigt. Crowdfunding scheint wohl die letzte Rettung für das Team zu sein. Für echte Sammler könnte sich die Investition auszahlen: das Team könnte ihnen gebrochene Lenkstangen und kaputte Bremsen als Memorabilia anbieten. In ausreichender Anzahl sollte beides vorhanden sein. Für Nachschub wird an jedem Rennwochenende gesorgt.

Kimi Räikkönen wünscht sich nichts sehnlicher, als einen "One-Way-Funk" für seinen Lotus. Schließlich weiß er schon, was er tut und braucht keine Funksprüche in seine Richtung. Als Dankeschön für die Mitfinanzierung des Systems könnten sich seine Helfer seine gebrauchten Gorillakostüme für ihr nächstes Bootsrennen ausleihen.

Wenn Crowdfunding nur schon ein paar Jahre früher in Mode gekommen wäre! Peter Windsor hätte damit eine ganze Flotte an USF1-Teams aufstellen können. Für die weltweite Fangemeinde wären am Ende die knusprigsten Toastbrote der Geschichte herausgesprungen.

Selbst Bernie hat das ein oder andere teure Vergnügen vor oder hinter sich - man denke nur an die Scheidung oder diverse Klagen. Wer sich bei Bernie als Crowdfunder beteiligt, sollte nur keinen Bonus erwarten. Wäre ja noch schöner, wenn Bernie etwas hergeben müsste...


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