Formel 1 - Wurz exklusiv: An HRT-Gerücht ist nichts dran

Kein Geld in die F1 stecken

Ein Gerücht in Brasilien: Alex Wurz soll Interesse an einem Investment beim strauchelnden HRT haben. Motorsport-Magazin.com hakte beim Österreicher nach.
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Motorsport-Magazin.com - Die Zukunft von HRT sieht nicht allzu rosig aus. Nachdem Großinvestor Thesan Capital seine Anteile des spanischen Rennstalls zum Verkauf angeboten hat, wird dringend ein neuer Geldgeber benötigt. Am Rande des Großen Preis von Brasilien machten Gerüchte die Runde, dass Alexander Wurz vielleicht finanziell in die Bresche springen könnte. Motorsport-Magazin.com ging den wilden Spekulationen nach und fragte beim ehemaligen Formel-1-Piloten nach. "Nein, ich will das Team nicht kaufen", stellte Wurz klar. "Ich will kein Geld in die Formel 1 reinstecken, sondern welches verdienen."

Spanische Medien hatten berichtet, dass sich der Österreicher in Gesprächen mit HRT über eine mögliche Rettung des maroden Teams befinde. Wie kam es zu dieser Vermutung? "Die Sache ist so entstanden, dass mich jemand, der für HRT Investoren sucht, gefragt hat, ob ich helfen würde, das Team zu führen", rückte Wurz die Dinge ins rechte Licht. Der Willams-Fahrercoach und TV-Experte sei einem Engagement bei HRT grundsätzlich zwar nicht abgeneigt, doch in der Presse wurde die Angelegenheit überspitzt dargestellt.

Ich habe ihm gesagt, wenn er ein gutes, auf vier bis fünf Jahre gesichertes Budget hätte, dann könnte er noch einmal mit mir sprechen.
Alex Wurz

Das Gespräch habe sich laut Wurz wie folgt abgespielt: "Ich habe ihm gesagt, wenn er ein gutes, auf vier bis fünf Jahre gesichertes Budget hätte, dann könnte er noch einmal mit mir sprechen." Vor dem Saisonfinale der Formel 1 in Interlagos soll HRT seine Aktivitäten in der Fabrik eingestellt haben und auch das Renn-Team bangt um seine Jobs nach Saisonende.

Pedro de la Rosa ließ bereits durchblicken, dass er nicht sicher ist, nächstes Jahr noch für HRT zu fahren. Doch nicht nur bei den Spaniern sei die Lage angespannt, auch andere Teams hätten mit finanziellen Problemen zu kämpfen. "Einmal abgesehen von McLaren, Ferrari, Red Bull und vielleicht Mercedes, ist die Zukunft all der anderen Teams nicht sehr sicher", wurde der 41-Jährige zitiert.


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