Formel 1 - Vettel: Es ist noch viel mehr drin

Die Strecke muss es zulassen

Sebastian Vettel ortete nach dem Freitag in Brasilien noch viel Luft nach oben. Ob er dieses Potential erschließen kann, machte er von den Bedingungen abhängig.
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Motorsport-Magazin.com - Rutschig, heiß und schwierig, so lautete die Zusammenfassung Sebastian Vettels nach dem Freitag in Brasilien. Der WM-Führende hatte während der beiden Trainings zwar viel erledigen können, sah aber noch einen großen Berg an Arbeit vor sich, um sich am Sonntag die besten Chancen auf den Erfolg in der Weltmeisterschaft zu geben. "Die Streckenbedingungen waren nicht einfach. Jeder hatte die gleichen Probleme und suchte nach Traktion und Stabilität. Jetzt müssen wir die Hausaufgaben machen, egal was die Wettervorhersage meint. Wir warten auf morgen Früh und machen dann von dort weiter", berichtete Vettel.

Ich denke, heute hat man kein echtes Regen-Setup mehr
Sebastian Vettel

Das Wetter war schon vor dem Wochenende das große Thema gewesen, da es spätestens am Sonntag ordentlich auf Sao Paulo herunter schütten soll. Das könnte das Rennen zu einer wahren Lotterie machen. Wird es wirklich regnerisch, wäre die Arbeit des Freitags für Vettel aber nicht verloren. "Ich denke, heute hat man kein echtes Regen-Setup mehr. Man würde natürlich gerne etwas ändern, wenn es nass ist. Wir machen aber mehr oder weniger Regenreifen drauf und fahren los. Heute war es ein guter Tag, wir hatten keine großen Probleme. Am Ende fuhren wir dann gute Longruns."

Einfach besser klarkommen

Es war aber eben noch nicht alles zu Vettels Zufriedenheit und er wollte noch einiges am Auto verbessern. "Wir können uns noch stark steigern, es gibt da noch unheimlich viel. Die Frage ist nur, wie viel wirklich noch drin ist. Vom Gefühl her geht noch etwas, aber weil es so heiß ist, haben alle das Problem, dass es sehr rutschig und das Auto sehr nervös ist - vor allem auf der Hinterachse. Man sucht ständig nach Traktion, irgendwann ist dann der Reifen weg und so geht es wohl allen. Unser Ziel ist es, dass wir damit besser klarkommen als alle anderen", sagte er.

Wir wissen, was wir verbessern müssen und da gibt es noch eine Menge
Sebastian Vettel

Die Konzentration lag bei Vettel trotz des spannenden WM-Kampfes mit Fernando Alonso ganz auf sich selbst. Ein Vergleich der Longruns zeigte, dass Red Bull und Ferrari in etwa gleich schnell waren - mit leichten Vorteilen für die Italiener -, wobei das österreichische Team dafür bekannt ist, am Freitag mit etwas mehr Sprit zu fahren als die Konkurrenz. "Der Fokus am Freitag liegt auf uns", betonte Vettel. "Was andere machen, ist nicht wichtig. Wir wissen, was wir verbessern müssen und da gibt es noch eine Menge."

Wetter nehmen, wie es kommt

Dass es noch einiges zu tun gibt, musste auch Red-Bull-Teamchef Christian Horner bestätigen. "Am Sonntag sollte es kälter werden, der Freitag war aber schon interessant. Wir haben viele Daten gesammelt, die wir uns heute Abend ansehen werden. Wie relevant das für morgen und Sonntag wird, werden wir sehen, wenn wir am Morgen aufstehen."


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