Formel 1 - Alonso: Ich kann nur gewinnen

Es liegt nicht in unseren Händen

Fernando Alonso gibt sich in Brasilien ruhig und entspannt, weil er den größten Druck auf Sebastian Vettel sieht, der viel mehr zu verlieren habe.
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Motorsport-Magazin.com - Vor dem entscheidenden WM-Showdown in Brasilien gibt sich Fernando Alonso sehr ruhig. Der Ferrari-Mann gab an, keinen übermäßigen Druck zu verspüren und erst einmal abzuwarten, was das Wochenende bringt. "Es liegt nicht in unseren Händen, wir haben nicht viel zu verlieren", spielte er auf seine zweite Position in der WM an. "Es gibt nur die Möglichkeit, etwas zu gewinnen."

Es liegt nicht in unseren Händen, wir haben nicht viel zu verlieren
Fernando Alonso

Sollte der Spanier in Sao Paulo nicht mindestens 14 Punkte mehr holen als Sebastian Vettel, ist sein Traum vom dritten WM-Titel ausgeträumt. "Wenn er gewinnt, ok. Dann versuchen wir es im nächsten Jahr wieder", gab sich Alonso locker. Die erste Priorität sei nun, das Podest zu erreichen und auf jeden Fall die nötigen 15 Punkte zu holen, die er für den Titelgewinn benötigt. "Wenn wir über die Linie fahren, werden wir sehen, wo Sebastian ist."

Dabei liegt der Hauptdruck seiner Meinung nach auf Vettel, denn er könnte den Spitzenplatz noch verlieren, er selbst sich nur auf Platz eins verbessern. "Es herrscht immer Druck, aber wir haben weniger als bei anderen Austragungsorten und weniger, als in führender Position der Weltmeisterschaft", so der Ferrari-Star.

Es muss etwas Außergewöhnliches passieren

Alonso ist sich sehr wohl darüber im Klaren, dass die Ausgangslage und vor allem die Qualifying-Leistungen seines F2012 die Situation nicht einfacher machen. "Wenn es normal abläuft, werden wir Zweiter", so der Spanier. "Wenn etwas Außergewöhnliches passiert, werden wir gewinnen."

2006 sicherte sich Fernando Alonso in Brasilien den zweiten Titel - Foto: Sutton

Speziell, da nur eine Woche zwischen den beiden abschließenden Saisonrennen lag, will der Ferrari-Pilot seinen Fans keine allzu großen Hoffnungen machen, dass das Auto plötzlich deutlich besser funktionieren würde und prognostiziert wie in den vorhergegangenen Rennen einen Startplatz im hinteren Bereich der Top-10.

Wirft man allerdings einen Blick zurück und schaut auf das WM-Finale in Abu Dhabi 2010, so betrug Alonsos Vorsprung auf Vettel vor dem Rennen 15 Punkte und dennoch feierte am Ende der Deutsche - eine Umkehr der Ereignisse ist also nicht ausgeschlossen. Doch selbst, wenn ihm das 2012 nicht gelingen sollte, sieht Alonso damit nicht seine letzte Chance verstrichen, sich nach 2005 und 2006 zum dritten Mal zum Champion zu krönen. "Ich bin 31 und habe immer noch das Gefühl, dass ich noch mehr Möglichkeiten zur Verfügung habe", zeigte er sich optimistisch.

Schließlich sei er noch mindestens die nächsten vier oder fünf Jahre bei Ferrari, was ihm in jedem Jahr die Möglichkeit geben würde, um den Titel zu kämpfen. "In drei Jahren bei Ferrari bin ich zweimal zum letzten Rennen gereist und kämpfe um die Meisterschaft", unterstrich er seine Aussagen. Zwar sei sein Team niemals dominant gewesen, dennoch sei das immer gelungen. "Daher bin ich sicher, dass es in den nächsten vier oder fünf Jahren eine Menge Gelegenheiten kommen werden."


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