Formel 1 - Hamilton hofft auf episches WM-Finale in Brasilien

Button setzt sein Geld auf niemanden

Lewis Hamilton und Jenson Button konnten in Sao Paulo nie gewinnen. Das soll sich 2012 ändern, denn dem MP4-27 mangelt es nicht am reinen Speed.
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Motorsport-Magazin.com - McLaren ist davon überzeugt, dass das Autodromo Carlos Pace dem MP4-27 liegen wird. Denn die Motorleistung wird durch die Lage des Kurses 875 Meter über dem Meeresniveau um etwa sieben Prozent reduziert, weshalb dem Handling und der Effizienz der Aerodynamik eine große Rolle zukommt - beides Stärken des diesjährigen Boliden der Briten. Allerdings haben beide McLaren-Piloten noch nie in Brasilien gewinnen können, obwohl sie beide ihre Weltmeistertitel in Interlagos feierten. Dennoch haben beide vor allem gute Erinnerungen an die Rennen unweit von Sao Paulo.

Ich denke, wir haben in Austin gezeigt, dass wir ein unglaublich schnelles Auto haben, vor allem im Renntrim.
Jenson Button

"Ich habe einige großartige Erfahrungen gemacht, als ich in Brasilien gefahren bin - ich habe hier 2009 die Weltmeisterschaft gewonnen, aber ich kann mich auch daran erinnern, hier starke Rennen gehabt zu haben, vor allem 2006, als ich auf das Podium gefahren bin", erinnerte sich Jenson Button. "Ich denke, wir haben in Austin gezeigt, dass wir ein unglaublich schnelles Auto haben, vor allem im Renntrim, und ich hätte sehr gerne ein sauberes Wochenende, ein problemloses Qualifying um dann einen guten Lauf zu haben und am Sonntag Punkte einzufahren."

Brasilien war der Schauplatz für einige epische Rennen mit McLaren Mercedes.
Lewis Hamilton

Button glaubte, dass ein Sieg möglich ist, da das Auto in diesem Jahr bereits auf Strecken gut gewesen sei, die ihm normalerweise nicht liegen. Neben der Tatsache, dass der Kurs die Kulisse für ein spannendes WM-Finale biete, sei es auch der ideale Ort, um die Saison auf einem Hoch zu beenden. "Ich setzte auf niemanden mein Geld, aber ich hoffe, dass wir einen fantastischen Wettkampf erleben und der Beste möge gewinnen", meinte Button.

Hamilton sieht einen sehr ausgeglichenen Kampf, in dem sich keiner erlauben könne, einen Moment nachzulassen. "Sie sind beide fantastische Fahrer, und beide sind die ganze Saison über großartig gefahren. Nun werden wir sehen, wer am Ende triumphiert - ich hoffe, es ist ein epischer Wettbewerb." Teamchef Martin Whitmarsh war überzeugt, dass sich die Formel 1 keinen heroischeren Ort für das Finale hätte aussuchen können, als die Kurven und Täler von Interlagos. "Alles, worauf ich hoffe, ist ein fairer und rechtmäßiger Wettkampf am Sonntag", so Whitmarsh.

Lewis Hamilton und Martin Whitmarsh blicken auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurück. - Foto: Sutton

Ein Sieg als Abschiedsgeschenk

Für Lewis Hamilton ist das Saisonfinale in Brasilien noch aus anderer Sicht eine Kulisse - und zwar für sein letztes Rennen mit McLaren. "Brasilien war der Schauplatz für einige epische Rennen mit McLaren Mercedes und aus vielerlei Gründen wird dieses Rennen für mich ein sehr großes sein", so der Brite, der ab der kommenden Saison für das Mercedes-Werksteam startet. "Ich habe den Titel hier 2007 beinahe gewonnen, habe ihn in der letzten Kurve 2008 errungen und bin wie verrückt gefahren, um es 2009 aufs Podium zu schaffen", blickt er auf aufregende Jahre zurück. "Aber ich habe nie gewonnen: und das werde ich mir diesmal anstreben."

Seinem Team, mit dem er seit jungen Jahren verbunden war, versprach er, in jeder Runde sein Bestes zu geben. "Mein Sieg in Austin letzte Woche war eines der Rennen meines Lebens, und ich würde gerne in Brasilien an diesem Wochenende den Sieg mitnehmen, um meinem Team das perfekte Abschiedsgeschenk zu machen." Teamchef Martin Whitmarsh betonte, dass mit Hamiltons letzten Rennen ein langes, erfolgreiches Kapitel in der Teamgeschichte zu Ende gehe. "Ich denke, der Sieg in Austin hat dem Team nach einigen enttäuschenden Rennen Auftrieb gegeben und hat gezeigt, dass es dem MP4-27 in Bezug auf den reinen Speed an nichts mangelt." Das sei für die Ingenieure und Designer eine ermutigende Botschaft für den Winter, und zudem ein Plus für die Fahrer, die wüssten, dass sie mit siegfähigem Material nach Interlagos gehen.


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