Formel 1 - Ricciardo: Habe mein Bestes gegeben

Reifenstrategie ging nicht auf

Für Toro Rosso endete auch der USA GP ohne Zählbares, wenngleich Daniel Ricciardo durch seine zahlreichen Überholmanöver ein interessantes Rennen erlebte.
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Motorsport-Magazin.com - Der erste USA GP war für Toro Rosso erneut ein Feld, das keine Früchte trug, denn die Italiener müssen erneut ohne einen einzigen WM-Zähler die Heimreise antreten. Für Daniel Ricciardo war es dennoch ein besonderes Rennen. "Ich denke, ich habe in diesem Rennen mehr Leute überholt, als in jedem anderen meiner Karriere", strahlte der Australier. "Tief in mir weiß ich, dass ich mein Bestes gegeben habe."

Ich denke, ich habe in diesem Rennen mehr Leute überholt, als in jedem anderen meiner Karriere
Daniel Ricciardo

Besonderen Gefallen fand der Toro-Rosso-Pilot an Kurve eins, die sich zu seinem Lieblings-Überholplatz entwickelt hat. Unabhängig von seinen Positionskämpfen - teilweise auch mit Piloten wie Jenson Button oder Fernando Alonso - stempelte der 23-Jährige das Wochenende allerdings nicht als Erfolg ab, alleine schon wegen seines Aus in Q1 am Samstag. "Ich gab heute Nachmittag alles, was ich konnte, auch wenn es nicht genug war, um in den Punkten anzukommen, aber der zwölfte Rang war wahrscheinlich das beste Ergebnis, das wir heute erzielen konnten", schwankte der Australier zwischen Freude und Enttäuschung.

Beinahe wäre sein Rennen schon kurz nach dem Start vorbei gewesen, denn durch die schmutzige Seite musste er beide Marussia-Piloten passieren lassen und berührte einen der beiden sogar. "Ich dachte, dass ich mir den Frontflügel beschädigt hätte, aber ich konnte weiterfahren, da das Auto in Ordnung war", schilderte Ricciardo, der auf den weicheren Reifen ein sehr gutes Gefühl in seinem Toro Rosso hatte. Aus seiner Sicht unglücklicherweise war galt selbiges aber auch für die harte Mischung. "Das bedeutete, dass ich etwas von dem Vorteil verlor, den wir uns durch den langen ersten Stint erhofft hatten."

Jean-Eric Vergne konnte die Box nicht mehr aus eigener Kraft anfahren - Foto: Sutton

Für Jean-Eric Vergne begann sein erster GP in den USA ebenfalls sehr vielversprechend, endete aber bitter. "Ich erwischte einen wirklich guten Start und hatte ungefähr eine Zehntel-Sekunde Zeit zu entscheiden, ob ich auf der linken oder rechten Seite in die Kurve fahren sollte", schilderte der Toro-Rosso-Pilot seinen Start. Als sich der Großteil des Feldes für die rechte Seite entschied, blieb Vergne innen. Eine falsche Entscheidung, denn er verlor einige Positionen, blieb im Verkehr stecken und konnte seine Medium-Reifen nicht auf Temperatur bringen.

Wenige Runden später spielte das allerdings keine Rolle mehr. "Unglücklicherweise brach die Radaufhängung und das Team sagte mir, ich solle das Auto abstellen anstelle es zurückzubringen", so der Franzose, der mehr als enttäuscht war, den ersten USA GP nicht zu Ende gefahren zu haben. Teamchef Franz Tost bestätigte den Bruch der Radaufhängung, konnte aber noch keinen Grund für das Problem nennen. Das müsse nun bis Brasilien analysiert werden.


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