Formel 1 - 2013 noch schärfere Frontflügel-Tests

Kein Problem bei Red Bull

Charlie Whiting informiert die Teams darüber, dass die FIA im kommenden Jahr noch genauer bei den vermeintlich flexiblen Frontflügeln hinschaut.
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Motorsport-Magazin.com - In der vergangenen Saison war der flexible Frontflügel ein großes Streitthema in der Formel 1, dieses Jahr war es zumeist ruhig um den diskutablen Flexi-Flügel. Für 2013 plant die FIA schärfere Tests, um möglichem Missbrauch endgültig Einhalt zu gebieten. Charlie Whiting kündigte am Rande des USA Grand Prix die weiteren Vorgehensweisen an. So sollen vier unterschiedliche Testvarianten an der Front durchgeführt werden. "Ich denke, dass die Steifigkeit respektive der Mangel ebendieser an ein paar Frontflügeln zu großen Diskussionen führte", sagte Whiting. "Wir wollen neue Methoden einführen, die nicht nur die vertikale Verbiegung, sondern auch die Torsionssteife am Frontflügel testen."

Derzeit wird ein Gewicht 790mm vor der Vorderachse auf dem Frontflügel platziert um zu schauen, ob sich der Flügel nach unten neigt. Für die kommende Saison soll dieses Gewicht zudem 15cm nach vorn und 15cm nach hinten verlagert werden. Bereits vor dem Großen Preis von Japan hatte die FIA den ursprünglichen Test verändert, um möglichen Aero-Missbrauch zu unterbinden. Der Grund: Es sei den Teams möglich gewesen, seit den letzten Tests einen Weg gefunden haben, diese Regeln zu umgehen und verbotenerweise einen zusätzlichen aerodynamischen Nutzen aus dem Frontflügel zu ziehen.

Wir sind zufrieden, dass das Auto von Red Bull in diesem Bereich nicht flexibler ist als andere Autos.
Charlie Whiting

Vor allem Red Bull soll sich in der vergangenen Saison den flexiblen Frontflügel zunutze gemacht haben, um bei hohen Geschwindigkeiten mehr Anpressdruck an der Front zu erzeugen. Die Anschuldigungen der Konkurrenz bezüglich dieser Angelegenheit hielten sich 2012 in Grenzen, doch ein anderes Phänomen sorgte in Abu Dhabi für Aufruhr: Die Nase des RB8 sei zu weich gewesen und hätte somit theoretisch den Flügel, der an der Nasenspitze befestigt ist, in Richtung Asphalt neigen können.

Die FIA stellte umgehend klar, dass bei Red Bull alles mit rechten Dingen zuging. Whiting bekräftigte die Ansicht noch einmal. "Wir sind zufrieden, dass das Auto von Red Bull in diesem Bereich nicht flexibler ist als andere Autos", erklärte er. "Das war ein eher merkwürdiges Phänomen, das wohl niemand erwartet hatte - doch es gab eine vollkommen logische Erklärung dafür."


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