Formel 1 - Wurz sieht in Red Bull eine Idealkonstellation

Keine Zukunftssorgen

Alexander Wurz sieht Red Bull aufgrund der Teamstruktur gegenüber Werksteams wie Ferrari im Vorteil, da die Angst vor dem Rotstift nicht so präsent sei.
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Motorsport-Magazin.com - Ex-Formel-1-Pilot Alexander Wurz ist der Ansicht, dass Ferrari dieses Jahr grundsätzlich technisch mit Red Bull mithalten kann, hebt jedoch die Unterschiede zwischen dem Werksteam und der privaten Truppe des Getränkeherstellers hervor. Er sieht bei Red Bull Racing eine Idealkonstellation. "Ein Team, das budgetmäßig nicht eingeschränkt ist. Ein Team, das auch keine Sorgen hat über das Morgen, wie es bei anderen Hersteller/Werksteams durchaus der Fall ist", erläutert Wurz auf Fanfragen bei motorline.cc.

Red Bull Racing hat mit dem nicht vorhandenen Budgetproblem vor vielen Jahren den Adrian Newey gekauft.
Alex Wurz

Bei Ferrari sei die Sorge um die Zukunft zwar geringer als beispielsweise bei Mercedes, merkte er an. Aber an sich gebe es in einem Werksteam immer die gleiche, zentrale Frage: "Setzt der Vorstand morgen den Rotstift an? Und das zieht sich von A bis Z durch", ist Wurz überzeugt. "Red Bull Racing hat mit dem nicht vorhandenen Budgetproblem vor vielen Jahren den Adrian Newey gekauft, man hat die ganze Struktur des Teams rund um ihn aufgebaut. Dann hat man einiges an Lehrgeld gezahlt im Laufe dieser Zeit. Dafür hatte man in den letzten drei Jahren ein Sensationsauto. Das heuer Schwierigkeiten hatte, aber jetzt wieder zurück gefunden hat in die überdimensionale Form."

Es braucht eigentlich nur jemanden, der ähnlich effizient arbeitet wie Red Bull, mit einem ähnlichen Budget - dann kann sich das sehr wohl sehr schnell umdrehen.
Alex Wurz

Allerdings sei es nicht ausgeschlossen, dass andere Teams auch an diesen Punkt kämen. "Du brauchst dir nur die Performance von McLaren anschauen, die heuer von der reinen Rundenzeit-Performance äußerst gut ausschauen, aber sehr viele technische Probleme hatten. Dazu kamen Fahrerkarambolagen und sehr viele schlechte Boxenstopps", analysiert der Österreicher. "Es braucht eigentlich nur jemanden, der ähnlich effizient arbeitet wie Red Bull, mit einem ähnlichen Budget - dann kann sich das sehr wohl sehr schnell umdrehen."

Eine derartige Dominanz, wie Red Bull sie in den vergangenen Jahren an den Tag legte, könne man aber vor allem durch eine 'technische Abrüstung' eingrenzen. Dies werde heutzutage bereits zum Teil durch das Testverbot erreicht, so Wurz. "Zudem würde ich schauen, dass ich über das nötige Geld verfüge, um den Staringenieur von morgen zu kaufen. Oder auch, um aus guten Gefügen anderer Teams wichtige Personen herauszukaufen – ohne dass ich diese Personen unbedingt brauche, einzig um den anderen zu schaden", überlegt er weiter. In der Tat sollen unter anderem Ferrari und Mercedes bei Red Bull angeklopft und versucht haben, Star-Designer Adrian Newey abzuwerben.


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