Formel 1 - Todt will ein Drittel der Kosten einsparen

Eine gute Show bieten

FIA-Präsident Jean Todt hat sich vorgenommen, die F1-Ausgaben zu reduzieren. Der Franzose möchte eine gute Show sehen, die kostengünstig über die Bühne geht.
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Motorsport-Magazin.com - Geht es nach FIA-Präsident Jean Todt, sollen die Teams der Formel 1 über einen Plan zur Kostenkontrolle diskutieren, sobald das neue Concorde Agreement unter Dach und Fach gebracht wurde. "Wir müssen die Dinge Schritt für Schritt erledigen", betonte der Franzose. "Ich bin für Kostensenkung, eine Verbesserung der Show und die Einführung von neuen Technologien", legte er seine wichtigsten Ziele dar. Erleichtert sollen die Umsetzungen von der demokratischen Struktur der F1-Kommission werden, deren Zusammensetzung neu festgelegt wurde.

Todt erklärte, dass er dafür sei, auch für die Motoren ein Kostenlimit festzulegen und nicht nur die Ausgaben für Chassis zu begrenzen, weswegen weiterhin Gespräche geführt werden. "Sobald wir die Lage bei den Motoren geklärt haben, sollten wir etwas über 2014 sagen können", meinte er. Im kommenden Jahr sollte es aufgrund der neuen Arbeitsgruppen und des Concorde Agreements möglich sein, das Protokoll zu befolgen, so der Franzose. "Es sollte nicht so sein, dass ein Team dagegen und eines dafür ist", stellte er bei Autosport klar. "Die Mehrheit sollte über die Zukunft des Sports entscheiden."

Wer gibt 250 Millionen aus
Jean Todt

Die Pläne des FIA-Präsidenten sehen vor, dass die Kosten in den kommenden Jahren um rund ein Drittel reduziert werden sollen und er nannte ein mögliches Budget von 250 Millionen Dollar, um jedoch prompt zu hinterfragen, wer sich eine solche Summe leisten könne. Zudem müsse man erst einmal klären, wie die Situation bei jenen Teams aussieht, die Motoren herstellen. "Ich lese so viele Sachen, die leider etwas oberflächlich sind", meinte Todt und hielt fest, dass es darum gehe, die Details zu diskutieren.

"Wer gibt 250 Millionen aus?", stellte er in den Raum. "Vermutlich mehr als ein Team. Aber selbst wenn es drei oder vier sein sollten, was ist mit den anderen?" Todt sprach auch den Aufwand an, den die Rennställe in ihren Fabriken betreiben und bezweifelte, ob wirklich 150 bis 200 im Windkanal arbeitende Leute benötigt werden, um eine gute Show zu gewährleisten. "Ich denke nicht", lautete sein Urteil. "Ich hoffe, dass die Leute darüber froh sein werden, dass die Kosten drastisch gesenkt werden."


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