Formel 1 - Benzin-Problem: Red Bull weiter ahnungslos

Vertrauen auf Renault

Red Bull weiß noch immer nicht, wo genau das Problem bei Vettels Kraftstoffzelle in Abu Dhabi lag. Das Team sei nun auf Renaults Aufklärungsarbeit angewiesen.
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Motorsport-Magazin.com - Sebastian Vettels sensationelle Aufholjagd beim Großen Preis von Abu Dhabi überstrahlte die vorangegangenen Probleme bei Red Bull. Der Heppenheimer musste das Rennen aus der Boxengasse aufnehmen, nachdem ihn die Stewards aus dem Qualifying genommen hatten, weil sich im RB8-Boliden nicht die erforderliche Menge an Benzin entnehmen ließ. Am Samstag um 22:30 Uhr Ortszeit war klar, dass Vettel Startplatz drei verloren hatte. Red Bull nahm das Auto schließlich aus dem Parc Ferme, um leichte Setupänderungen vornehmen zu dürfen und das Auto zu untersuchen. Warum Renault Vettel während des Qualifyings aufforderte, unverzüglich das Auto abzustellen, ist aber immer noch nicht klar.

Der Motorenhersteller wolle das Problem mit der Kraftstoffzelle untersuchen, hieß es lediglich. Auch RBR-Teamchef Christian Horner hatte am Montag nicht mehr zu berichten. "Wir müssen auf Renault vertrauen, dass sie sich das anschauen", sagte er. "Leider ist es passiert. Das ist eines dieser Dinge, aus denen man lernt." Red Bull konnte die Kraftstoffzelle am Wochenende nicht auseinander nehmen um zu überprüfen, wo denn nun das Problem lag. Klar ist nur, dass bei der Benzinentnahme durch die FIA nicht genügend Sprit abgesaugt werden konnte - offen bleibt, ob nicht vielleicht doch noch Kraftstoff im Tank enthalten war.

Leider ist es passiert. Das ist eines dieser Dinge, aus denen man lernt.
Christian Horner

Horner konnte sich durchaus vorstellen, dass die Benzinberechnungen bei Vettels Auto für das Rennen nicht korrekt waren. "Vielleicht war die restliche Menge zu fein und ich denke, dass das Auto das Rennen mit viel Sprit an Bord beendet hat", so Horner. "Es ist schwierig, denn Renault war sicher, dass genügend Sprit im Auto war, aber wir bekamen ihn nicht heraus [nach dem Qualifying]." Red Bull wird also abwarten müssen, was die Untersuchungen von Renault ergeben und hoffen, dass sich dieses Malheur beim kommenden Rennen in Austin nicht wiederholt.

Horner erklärte zudem, dass nicht Red Bull, sondern Renault die notwendige Spritmenge für das Rennen berechnet. "Der Motoren-Ingenieur arbeitet die benötigte Menge an Benzin heraus, die ins Auto eingelassen wird", sagte er. "Wir als Team sind darin nicht involviert." Vettel hatte nach dem Rennen noch einmal deutlich gemacht, dass Red Bull nichts verschleiern wollte und keine böse Absicht hatte, wie etwa absichtlich im Qualifying zu wenig Benzin ins Auto zu kippen.


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