Formel 1 - Massa: Alonsos Vorteil macht keinen Unterschied

Rote Enttäuschung

Fernando Alonso sollte von Ferraris exklusiven Updates profitieren, doch es lief kaum besser als bei Felipe Massa. Die Chefetage entschuldigt sich.
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Motorsport-Magazin.com - Im Kampf um die Weltmeisterschaft konzentriert sich Ferrari voll auf Titelanwärter Fernando Alonso. Die Scuderia hat für den Großen Preis von Abu Dhabi wieder einige Updates im Gepäck, die allerdings vorranging am F2012-Boliden des Spaniers zum Einsatz kommen. Zumindest im Qualifying hielt sich der Nutzen in Grenzen: Während Felipe Massa nicht über Startplatz neun hinauskam, reicht es bei Alonso nur zu P7 - vier Positionen hinter WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel. "Wir sind enttäuscht, dass wir unseren Fahrern kein konkurrenzfähiges Auto hinstellen konnten", entschuldigte sich Pat Fry. "Wir haben hier ein paar Updates, ein paar von ihnen aber nur an Fernandos Auto, weil wir für beide Autos noch nicht genug haben."

Leider hätten die neuen Teile nicht die erhoffte Verbesserung gebracht, so Fry. "Fernando und Felipe haben das Maximum herausgeholt, doch leider war das Limit in Q2 erreicht." Während Alonso in allen drei Qualifying-Runden sehr ähnliche Rundenzeiten fuhr, legte die Konkurrenz im letzten Abschnitt noch einmal ordentlich zu. Am Ende fehlte dem Spanier fast eine Sekunde auf Lewis Hamiltons Pole-Zeit. Massas Einschätzung der Lage klang ein wenig spitzbübisch. "Ich hatte nicht all die Updates, die wir mitgebracht haben: Das ist natürlich nicht großartig, aber im Hinblick auf Fernandos Ergebnis machte es keinen Unterschied."

Wir können nicht immer auf außergewöhnliche Leistungen - wie es Alonso zuletzt in Indien geschafft hat - hoffen.
Stefano Domenicali

Zuletzt machte Ferrari unter Rennbedingungen stets einen besseren Eindruck als im Qualifying, doch Stefano Domenicali wollte sich in Abu Dhabi nicht darauf verlassen. "Wir haben gesehen, dass der Abstand zu den Besten in den Rennen kleiner geworden ist, aber wir können nicht immer auf außergewöhnliche Leistungen - wie es Alonso zuletzt in Indien geschafft hat - hoffen", mahnte Ferraris Teamchef. Es sei verrückt, wie sehr sich die Kräfteverhältnisse in der Formel 1 innerhalb nur einer Woche verändern könnten. "Die Rangordnung variiert von Strecke zu Strecke um eine halbe Sekunde", meinte Domenicali.

Fry hoffte auf die gute Rennpace des F2012 sowie den starken Topspeed, der auf dem Yas Marina Circuit auch dank der beiden DRS-Geraden beim Überholen helfen sollte. "Meist haben wir samstags die größten Schwierigkeiten, während es am Sonntag immer besser läuft", sagte Alonso. "Hoffen wir einmal, dass das auch diesmal wieder der Fall sein wird. Wir wissen, dass wir in den letzten drei Rennen 14 Punkte mehr erzielen müssen als Sebastian Vettel und das ist unser einziges Ziel."


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