Formel 1 - Ecclestone: Mitglieder sollen Teams anschwärzen

Budgetgrenze durch Denunzianten überwachen

Bernie Ecclestone verfolgt einen kreativen Weg bei der Überwachung der von ihm geforderten Budgetobergrenze: Teammitglieder sollen ihre Rennställe verpetzen.
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Motorsport-Magazin.com - Bernie Ecclestones jüngste Forderung nach einer Budgetgrenze von 250 Millionen Dollar (ca. 193 Millionen Euro) stieß im Fahrerlager auf Interesse. Viel wurde über die Höhe der Summe diskutiert, doch in einem Punkt waren sich die Kritiker einig: Die Ausgaben eines Teams ließen sich kaum kontrollieren. Deshalb setzt Ecclestone jetzt auf eine neue Waffe: Teammitglieder sollen ihre Teams anschwärzen und dafür eine halbe Million Euro kassieren.

"Die Leute in den Teams wissen es, wenn etwas los ist", sagte der 82-jährige gegenüber dem Express. "Eine Belohnung von 500.000 Euro könnte die Leute dazu bringen, zu reden." Außerdem wolle er die Teamchefs in die Verantwortung nehmen, indem sie einen Vertrag unterzeichnen sollen, in dem sie sich persönlich dafür verantwortlich zeichnen würden, sollten sie schummeln. Wenn sie sich erwischen ließen, sollten sie die Einschreibegebühr aus eigener Tasche zahlen, forderte er.

Im Fahrerlager wurde die Nachricht mit Skepsis aufgenommen, denn ein Denunziantentum würde eine Stimmung des Misstrauens innerhalb der Teams fördern. Franz Tost, Chef des nicht mit einem üppigen Budget ausgestatteten Toro-Rosso-Rennstalls, musste grinsen, als er zu diesem Vorschlag befragt wurde: "Ha, wir sind davon sowieso weit weg!"


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