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Formel 1 - Interview - Bruno Senna

Neue Kerbs könnten uns helfen

Bruno Senna spricht mit Motorsport-Magazin.com über ein Treffen mit Brasiliens Nationalelf, einen möglichen Wechsel zu Force India und die Strecke in Abu Dhabi.
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Motorsport-Magazin.com - Dein Abu Dhabi Wochenende hatte einen netten Auftakt in Dubai...
Bruno Senna: Ja, da hatten wir heute früh einen Superevent mit meinem Sponsor Gilette. Da findet ja im Moment eine große Beach-Fußball-Veranstaltung statt, die brasilianische Nationalmannschaft war dort, eigentlich sollte auch Ronaldo kommen, aber der hat dann einen anderen Star geschickt, den er marketingmäßig betreut: Anderson Silva, einen mehrfachen Martial-Arts-Weltmeister, der in Brasilien unglaublich bekannt ist. Jedenfalls haben wir zwei Mannschaften gebildet und dann ein Elfmeterschießen veranstaltet - und ich habe sogar einmal getroffen, nachdem ich von den "Profis" einen guten Tipp bekommen habe. Mein erster Schuss war nämlich eine Katastrophe, dann haben sie mir gesagt, mit welcher Fußhaltung es da im Sand besser geht.

Als Ort ist Abu Dhabi einer der besten Plätze im gesamten WM-Kalender, die Strecke an sich finde ich allerdings nicht so faszinierend.
Bruno Senna

Wie findest Du Abu Dhabi?
Bruno Senna: So als Ort, als Location, ist Abu Dhabi einer der besten Plätze im gesamten WM-Kalender, die Strecke an sich finde ich allerdings nicht so faszinierend. Sie ist ein bisschen wie Valencia, es fehlt der richtige Rhythmus, es gibt sehr viele langsame Kurven. Aber unser Auto könnte durchaus konkurrenzfähig sein, das war es ja auch in Valencia. Wenn wir keine Probleme haben, könnte das wieder ein gutes Wochenende werden. Aber hier spielen viele Faktoren eine Rolle. Es wird einen deutlichen Temperaturunterschied zwischen dem Trainingsbeginn am Nachmittag und dem Ende am Abend geben. Außerdem soll es viel unterschiedlich starken Wind aus verschiedenen Richtungen geben. Das kann die Abstimmungsarbeit natürlich stark beeinflussen, da ist es wichtig, alles optimal auf den Punkt zu treffen.

Bruno Senna Fußball-Gott: (1:00 Min.)

Hast du gesehen, dass es in vielen Kurven neue, große "Betonbuckel" direkt hinter den Kerbs gibt?
Bruno Senna: Ja, das ist etwas, was uns vielleicht sogar helfen könnte. Denn jetzt kann da niemand mehr so voll über die Kerbs knallen, jetzt muss man mehr auf der Strecke bleiben. Und auf den Kerbs war unser Auto nie gut.

Bruno Senna fährt seit 2012 für Williams

Du hast zwar noch keinen neuen Vertrag für 2013 - aber wie sieht es eigentlich auf der Sponsorenseite aus? Hättest du dein Paket wieder zusammen, notfalls auch bei einem anderen Team als Williams?
Bruno Senna: Jedes Team hat andere Prioritäten, aber meine Sponsoren sind in allen Aspekten mit den Ergebnissen dieses Jahres sehr zufrieden und sie verstehen alle, dass so ein Engagement kein einjähriges, sondern ein mehrjähriges Projekt ist. Und es ist nun mal eine Tatsache, dass die meisten Teams heute finanzielle Unterstützung brauchen, also ist es wichtig, da sein Sponsorpaket zusammen zu haben.

In Brasilien kamen jetzt verstärkt Gerüchte auf, die dich mit Force India in Verbindung bringen...
Bruno Senna: Da ziehen halt Leute offensichtliche Schlussfolgerungen, weil das eines der wenigen Teams ist, wo es offene Plätze gibt. Aber das große Ziel, auf das ich mich absolut konzentriere, ist, bei Williams zu bleiben und das durch entsprechende Leistungen zu sichern. Man muss in so einer Phase aufpassen, dass man sich nicht ablenken lässt und nicht den Fokus verliert...


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