Formel 1 - Interview - James Allison

Erste Version des Coanda-Systems verschlingt recht viel Leistung

Lotus hat sich für den Rest der Saison zum Ziel gesetzt, die Nachteile des Coanda-Systems so gut es geht wettzumachen.

Motorsport-Magazin.com - Wie viel Speed auf den Geraden können Sie für die letzten drei Rennen wiedergewinnen - das Team scheint in diesem Bereich bei den letzten zwei Grands Prix gekämpft zu haben?
James Allison: Es geht nicht unbedingt um die Geschwindigkeit auf den Geraden, da wir dies einrichten können, wie wir wollen, indem wir die Einstellungen für den Heckflügel vornehmen. Wir müssen die Kraft wiederfinden. Unsere erste Version des Coanda-Systems verschlingt ziemlich viel Leistung. Mit der Hilfe von Renault Sport hoffen wir in Abu Dhabi etwa ein Drittel des Verlustes zurück zu erkämpfen, und wir sollten insgesamt in der Lage sein, die Hälfte des Verlustes wiedergutzumachen.

Mit der Hilfe von Renault Sport hoffen wir in Abu Dhabi etwa ein Drittel des Verlustes zurückzuerkämpfen.
James Allison

Wie sollte der Yas Marina Circuit in Abu Dhabi dem Auto liegen?
James Allison: Yas Marina bietet keine sonderliche weite Bandbreite an Kurven, und tatsächlich werden die meisten eher mit geringer Geschwindigkeit durchfahren. Das war über die gesamte Saison gesehen nicht unbedingt die Art Kurs, die uns lag, aber er ist nicht ganz unähnlich zu Valencia und da haben wir uns ganz gut geschlagen.

Gibt es irgendwelche Entwicklungen und Updates, die bei diesem zweiten Event der direkt aufeinanderfolgenden Combo ankommen?
James Allison: Wir haben vor, ein Auspuffrohr einzuführen, das den gesamten Abtriebsvorteil des Coanda-Systems beibehält, aber etwas von dem Leistungsverlust wettmacht, den wir durch unseren ersten Designschritt erlitten haben.

Was ist im Qualifying von Indien schiefgelaufen - es sah vor Beginn der Session vielversprechender aus...
James Allison: Wir sahen mit Kimi im dritten Training ziemlich vielversprechend aus, etwas weniger mit Romain. Dennoch hatten wir erwartet, uns unter die McLaren und Ferrari mischen zu können. Ein kleiner Schritt in die falsche Richtung beim Setup von Kimis Auto und ein kleiner Fehler von Romain sorgten dafür, dass wir uns weiter hinten qualifizierten als erhofft.

Leider hat Kimi den Großteil seines Rennens damit verbracht, Massas Heck zu studieren.
James Allison

Was denken Sie über den Indien Grand Prix?
James Allison: Unsere Pace im Rennen war stark, beide Fahrer berichteten, dass das Auto hervorragend ist, und das war gut. Leider hat Kimi den Großteil seines Rennens damit verbracht, Massas Heck zu studieren. Wir sind nach dem Boxenstopp kurz an ihm vorbeigekommen, aber wurden dann auf der DRS-Zone die Gerade herunter wieder überholt und saßen dann wirklich hinter ihm fest, da der Speed und die Leistung fehlten, um ihn erneut zu passieren. Kimi konnte sich bequem zurückfallen lassen und dann wieder hinter Felipe aufkommen, also war klar, dass wir definitiv schneller waren als der Ferrari. Das hat bestätigt, dass uns unser Qualifying Positionen gekostet hat. Leider war es mit den konservativ gewählten Reifenmischungen bei diesem Rennen sehr schwer, den nötigen Druck aufzubauen, um einen Überholvorgang zu forcieren.

Sie werden das DDRS beim Young Driver Test auf dem Yas Marina Circuit nach dem Abi Dhabi Grand Prix einsetzen. Können wir erwarten, es in den folgenden Rennen zu sehen?
James Allison: Unser Plan lautet, zu verstehen, wie wir es schaffen, es in einer ausreichend vorhersehbaren Art und Weise zum Arbeiten zu bringen, damit es im Rennen eingesetzt werden kann. Wenn man die Schwierigkeiten, die wir bisher erlebt haben, betrachtet, glaube ich, dass es optimistisch wäre, es in den verbleibenden Rennen einzusetzen.


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