Formel 1 - Kobayashi fährt um seine Zukunft

Schuldeingeständnis zu Korea

Kamui Kobayashi fährt um WM-Punkte und seine Zukunft in der Formel 1. Alles ist offen und auch Sauber hat keine Eile, sich zum kommenden Jahr zu äußern.
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Motorsport-Magazin.com - From hero to zero: Kamui Kobayashi war in Suzuka noch der gefeierte Held nach seinem dritten Platz beim Heimrennen - beim folgenden Grand Prix in Korea und dem frühen Crash mit Jenson Button und Nico Rosberg gab es hingegen überhaupt nichts zu holen. Inzwischen hat der Sauber-Pilot seine Schuld am Unfall in der ersten Runde eingestanden. "Ich habe einen großen Fehler gemacht, das habe ich direkt gesehen, als ich mir die TV-Bilder angeschaut habe", sagte der Japaner. Nach der Nullrunde soll es an diesem Wochenende wieder aufwärts gehen. In Indien rechnet sich Kobayashi gute Möglichkeiten aus.

"Ich denke, dass ich hier gut punkten kann, denn in Korea waren wir ziemlich schnell", so der Sauber-Pilot vor dem 17. Rennen der Saison. Kobayashi fährt auch um seine Zukunft, denn sein Cockpit beim Schweizer Team wackelt gewaltig. Für Noch-Kollege Sergio Perez kommt wohl Nico Hülkenberg und auch Esteban Gutierrez steht in den Startlöchern. Während Kobayashi Sponsoren auftreiben muss, verlängerte das mexikanische Großunternehmen Telmex seinen Vertrag mit Sauber - da liegt es nahe, dass weiter ein Mexikaner im Sauber-Boliden Platz nehmen soll.

Leider ist mein Plan für das nächste Jahr noch nicht fix, aber ich gebe mein Bestes.
Kamui Kobayashi

"Leider ist mein Plan für das nächste Jahr noch nicht fix, aber ich gebe mein Bestes", so Kobayashi. "Wenn ich eines Tages die Hilfe von Unterstützern benötige, wird das natürlich hilfreich sein." Am Rande des Indien GP wich Kobayashi den Fragen der Journalisten über seine Zukunft und mögliche Sponsoren lieber aus und meinte stattdessen, sich auf den Rest der Saison konzentrieren zu wollen. Nach den Rennen in Suzuka und Korea kehrte Kobayashi nach Tokio zurück. Zeit zum Feiern blieb jedoch nicht, weil er auf Sponsorensuche gehen musste. "Bei einem Top-Team ist das nicht so wichtig, weil sie ein großes Budget haben, aber die kleineren Teams brauchen etwas Budget", so Kobayashi.

Der Japaner in der Schwebe - Sauber hat offenbar keine Eile, seine Fahreraufstellung für 2013 bekannt zu geben. Zu gegebener Zeit werde sich das Team äußern, ließ Teamchefin Monisha Kaltenborn verlauten. Das erste Kriterium sei die sportliche Leistung, fügte sie hinzu. Kobayashi fährt um seine Zukunft und ist am Drücker. Vier Mal hat er in dieser Saison noch die Gelegenheit, mit guter Performance zu überzeugen. "Wir wollen hier in Indien an unsere Pace aus Korea anknüpfen, der Einzug ins Q3 ist erst einmal ein gutes Ziel für das Wochenende", sagte Kobayashi. Dabei muss er aber wohl auf das vorhandene Material zurückgreifen, denn mit großen Updates wird Sauber in diesem Jahr nicht mehr auftrumpfen.


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