Formel 1 - Schumacher: Ferrari als Herausforderung für Vettel

Hohe Töne

Michael Schumacher weiß um die Faszination Ferrari und kann sich durchaus vorstellen, seinen Landsmann eines Tages ebenso auf roten Pfaden wandeln zu sehen.
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Motorsport-Magazin.com - Die britischen Gerüchteköche heizten zuletzt wieder sämtliche Spekulationen an, allen voran, dass Sebastian Vettel schon 2014 von Red Bull zu Ferrari wechseln könnte. Sogar einen Vorvertrag habe der Heppenheimer in Maranello unterschrieben, wollten die Medien aus sicherer Quelle erfahren haben. Vettel selbst wischte derlei Zukunftsmusik gleich wieder vom Tisch und ließ, wie schon so oft, eine seiner bekannten und von Loyalität durchzogenen Liebeserklärungen an seinen aktuellen Arbeitgeber folgen, der ihn schließlich zu dem gemacht habe, was er heute sei.

An einem bestimmten Punkt kann es sein, dass jeder eine neue Herausforderung sucht.
Michael Schumacher

Geht es jedoch nach Michael Schumacher, könnte genau dieser Umstand der immer gleichen und vertrauten vier Wände, Vettel eines Tages wirklich zur Scuderia locken - ganz einfach im Sinne eines nötigen Tapetenwechsels, wie ihn nun etwa Lewis Hamilton vollzieht, der sich von McLaren abnabelt und zu Mercedes geht. Der Rekordweltmeister hält es durchaus für möglich, dass auch der 25-jährige Vettel eines Tages zu einem neuen Umfeld aufbrechen möchte. "An einem bestimmten Punkt kann es sein, dass jeder eine neue Herausforderung sucht", stellte Schumacher fest. Der Mercedes-Pilot weiß wovon er redet, schließlich ist er der erfolgreichste Ferrari-Pilot der Geschichte. Doch auch er holte vor seinem Siegeszug in Rot 1994 und 1995 zwei Titel mit Benetton, letzteren ebenso mit Renault, so wie Vettel heute.

Die Sehnsucht, sich irgendwann von dem Team loszulösen, in dem man 'aufgewachsen' ist und ein neues Kapitel zu beginnen, kann Schumacher also bestens nachvollziehen. Er selbst wechselte schon 1996 zu Ferrari und auch wenn er dort mehr als vier lange Jahre auf den Titel warten musste, machte es sich letztendlich bezahlt. Dabei spielte natürlich immer auch der unvergleichliche Mythos der Marke mit dem springenden Pferd eine Rolle. Diesem könne man sich nur schwer entziehen. "Seb spricht in hohen Tönen von Ferrari", fiel auch dem Routinier auf, der allerdings trotzdem nicht das Orakel spielen wollte: "Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt."


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