Exklusiv

Formel 1 - Interview - Bruno Senna

Keine Frage nach Teamorder

Für Bruno Senna war der Korea GP keine leichte Angelegenheit. Im Interview mit Motorsport-Magazin.com nimmt er das Rennen unter die Lupe.
von

Motorsport-Magazin.com - Am Anfang sah es gar nicht so schlecht aus, aber wirklich schnell wart ihr heute nicht...
Bruno Senna: Ich hatte einen guten Start, in der ersten Kurve war zwar wieder Chaos, aber ich habe nicht zu viel riskiert, kam gut durch. Die erste Runde war problemlos, ich kam von 17 auf 12 vor, es sah gar nicht so schlecht aus, ich dachte, dass das Rennen gar nicht so schlecht werden könnte. Aber dann hat nicht mehr so viel gepasst.

Du wurdest plötzlich langsamer, wir haben über den Funk wieder etwas von Problemen mit dem Frontflügel gehört...
Bruno Senna: Ja, möglicherweise habe ich mir auch irgendwelche Reifenteile eingefangen, bei dem Überholversuch gegen Paul di Resta. Jedenfalls hatte ich sieben Runden lang ein massives Problem, extremes Untersteuern, habe auch wieder zwei Plätze gegen die Toro Rosso und viel Zeit verloren. Dann ging's auf einmal wieder - aber da war der Schaden schon angerichtet, auch die Reifen stärker hinüber als normal. Am Ende, hinter Pastor, gab es noch mal Probleme. Im zweiten Stint war das Auto etwas unkonstant, im dritten an sich wieder besser, da war auch der Speed nicht schlecht.

Im zweiten Stint war das Auto etwas unkonstant, im dritten an sich wieder besser, da war auch der Speed nicht schlecht.
Bruno Senna

Du warst nach deinem zweiten Stopp deutlich schneller als Pastor, bist in weniger als vier Runden eine Lücke von fünf Sekunden zugefahren, hättest das Tempo weiter vorne mitgehen können - bist dann aber hinter deinem Teamkollegen hängen geblieben. Hast du mal vorsichtig angefragt, ob das Team etwas unternehmen will?
Bruno Senna: Natürlich hat es nicht geholfen, hinter Pastor zu sein. Aber ich weiß, dass das bei Williams nicht gemacht wird - wir fahren Rennen, das ist es. Deshalb habe ich gar nicht erst gefragt.

Grundsätzlich war euer Rennspeed nicht so gut wie gedacht - woran lag das?
Bruno Senna: Ich glaube, wir hatten einfach insgesamt an diesem Wochenende im Laufe der Trainings zu viele Probleme, um konsequent am richtigen Setup für das Auto arbeiten zu können. Es ist nicht so, dass wir von einem Tag zum nächsten Downforce verloren hätten. Aber wenn man nicht konsequent in eine Richtung arbeiten kann, weil immer wieder Probleme auftauchen, kann man in diesem engen Feld nicht bestehen.

Habt ihr eine Idee, wie ihr das ewige Frontflügelproblem, mit dem du dich schon lange herumschlägst, in den Griff bekommen könnt?
Bruno Senna: Wir müssen uns hinsetzen, nochmal genau analysieren, um zu verstehen, was da passiert. Denn die Konkurrenz ist so stark, dass es schon ohne zusätzliche Probleme am Auto schwer genug ist. Wir müssen arbeiten, arbeiten, arbeiten... Das ist sicher einer der Punkte, die im Moment Priorität haben.


Weitere Inhalte:

Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x