Formel 1 - Button prophezeit Alonso hartes Finish

Suzuka-Ergebnis hinter Erwartungen

Während Jenson Button einem verpassten Podest in Suzuka nachtrauerte, glaubte er, dass Fernando Alonso Sebastian Vettel nur noch schwer wird aufhalten können.
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Motorsport-Magazin.com - Jenson Button war nach dem ereignisreichen Rennen von Suzuka überzeugt, dass Fernando Alonso noch ein heißes Finish in dieser Saison bevorsteht. Der WM-Vorsprung des Spaniers auf Sebastian Vettel schrumpfte von 29 auf vier Punkte, weil der Ferrari-Pilot direkt nach dem Start aus dem Rennen geschossen wurde und Vettel gewann. "Jetzt sind es vier Punkte, das ist hart für ihn [Alonso] und es ist noch härter, weil der Red Bull schnell ist. Ferrari war hier auch recht schnell, aber nicht so schnell wie Red Bull. Es wird hart für ihn, Sebastian noch zu halten", prophezeite Button.

Wir hatten uns mehr erhofft. Wir waren da draußen nicht schnell genug
Jenson Button

Für den McLaren-Piloten selbst war das Rennen nicht nach Wunsch gelaufen. Zwar war er wegen seiner Getriebe-Rückversetzung nur als Achter gestartet, nach dem Fallout des Unfalls in den ersten Kurven hatte er auf Position drei liegend aber durchaus mit dem Podest spekuliert. "Wir hatten uns mehr erhofft. Wir waren da draußen nicht schnell genug. Der erste Stopp erfolgte etwas früh, das hat uns einen Platz gegen Felipe [Massa] gekostet", berichtete er. Denn nach dem Stopp hing er im Feld fest, außerdem hatte Felipe Massa beim Start frische Reifen, wodurch er einen längeren ersten Stint bei höherer Pace gehen konnte.

Getriebe nur nach Stopps problematisch

Störend war für Button auch, dass sein Getriebe teilweise Probleme machte, er konnte allerdings beruhigen, dass nicht wieder die Schwierigkeiten aufgetreten waren, die in Singapur Lewis Hamilton aus dem Rennen warfen und bei ihm vor Suzuka den Getriebewechsel verlangten. "Es war wohl die Gang-Synchronisation, da funktionierte nach den Stopps etwas nicht. Es kam nach beiden Stopps vor. Beim Runterschalten ging es immer in den Leerlauf, was nicht so schön ist, da einem die Motorbremse fehlt. Auch beim Raufschalten gab es ein paar Fehler."

Jenson Button konnte am Ende nichts ausrichten - Foto: Sutton

Über Funk gab er das an den Kommandostand weiter, doch dort gab es die Antwort, dass alles in Ordnung war. Rund drei Runden nach den Stopps lief dann auch alles wieder normal und den dadurch erlittenen Zeitverlust hielt Button für vernachlässigbar, da er nicht glaubte, dass er ohne die Probleme vor Kamui Kobayashi hätte kommen können. Schenken wollte er dem Sauber-Piloten das Heim-Podest aber natürlich auch nicht. Er kam dem Japaner auch nahe, da der seinen letzten Reifensatz aber gut konserviert hatte, kam Button nur durch spätes Bremsen vor der Schikane in die DRS-Zone, wodurch er die Kurve nicht richtig erwischte und auf der Geraden zu weit hinten war. Der Versuch war es ihm dennoch wert.

Glückwunsch an Sauber

"Im Auto höre ich die Fans ja nicht. Man muss immer den bestmöglichen Job machen, sonst würde man ja jedes Rennen Leute vorbeilassen. Er [Kobayashi] hat aber einen guten Job gemacht, das Team hat toll gearbeitet. Sie haben unsere Stopps abgedeckt, was beim ersten Stopp vielleicht nicht ideal für sie lief. Beim zweiten haben sie das aber perfekt gemacht. Glückwunsch an Sauber und Kamui", sagte Button.

Sie sind sehr stark und machen einen guten Job. Dass sie beide Autos in der ersten Reihe hatten, bewies das
Button über Red Bull

Aus seiner Sicht war Sauber in Japan auf Augenhöhe mit McLaren gewesen, Ferrari sei etwas schneller gewesen und ganz vorne stand Red Bull. Mit Blickrichtung Korea hoffte er, dass sich das wieder etwas verschiebt. "Ich denke, sie [Red Bull] sind etwas schneller als wir dachten, aber hier [in Suzuka] sind sie immer schnell. Voriges Jahr konnte man sagen, sie waren nicht so schnell wie üblich und deswegen konnten wir um den Sieg mitfahren. Aber das hier ist aus irgendeinem Grund immer ein sehr guter Kurs für Red Bull. Wir müssen hoffen, dass dies ein Ausnahme-Rennen für sie war, aber ich wäre überrascht. Sie sind sehr stark und machen einen guten Job. Dass sie beide Autos in der ersten Reihe hatten, bewies das."


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