Formel 1 - Rosberg zollt Schumacher Respekt

Eine wahrgewordene Kindheitsidee

Nico Rosberg zeigte sich enttäuscht, dass Michael Schumacher seine F1-Karriere nun endgültig beendet, freut sich aber auf die Zusammenarbeit mit Lewis Hamilton.
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Motorsport-Magazin.com - Für drei Jahre fuhr Nico Rosberg an der Seite von Michael Schumacher bei Mercedes und konnte ihn in dieser Zeit gut kennenlernen. Bereits letzte Woche wurde offiziell, dass diese Zusammenarbeit mit Ablauf der Saison 2012 enden wird, nun gab Schumacher offiziell seinen Rücktritt aus der Königsklasse bekannt, was Rosberg schade findet. "Es ist natürlich ein riesen Verlust für unseren Sport. Sein Comeback war eine riesige Sache, denn zahlreiche Fans haben sich entschieden, wieder den Fernseher anzuschalten und die Rennen zu schauen", sagte der Deutsche.

Ich kann mich sehr glücklich schätzen, ihn drei Jahre als Teamkollegen an meiner Seite gehabt zu haben
Nico Rosberg

Er selbst hatte eher damit gerechnet, dass der Rekord-Champion seine anderen Optionen noch genau prüft. Nun blickt er auf drei gemeinsame Jahre zurück. "Ich kann mich sehr glücklich schätzen, ihn drei Jahre als Teamkollegen an meiner Seite gehabt zu haben. Das war eine Hammer-Erfahrung und sehr interessant", verriet Rosberg. Im Großen und Ganzen hätte die Zusammenarbeit immer sehr gut funktioniert und sie hätten als Fahrerduo das Team gut gepusht.

Besonders nach Schumachers langer Abstinenz aus der Königsklasse zollte Rosberg dem Rekord-Champ großen Respekt für dessen Leistungen. "Dass er nach drei Jahren Pause wieder auf ein derartiges Level gekommen ist, ist bemerkenswert, denn momentan fährt er sehr stark - ich habe wirklich großen Respekt", so Rosberg, der der Meinung ist, dass er und Schumacher gegenseitig voneinander profitiert hätten und in ständigem Austausch standen.

Hamilton eine neue Herausforderung

Nun steht der Deutsche vor der neuen Herausforderung Lewis Hamilton, die sich die beiden bereits vor Jahren bereits ausmalten. "Wir sind mit zwölf Jahren zum ersten Mal Rennen im Kart gegeneinander gefahren und haben uns die Hotelzimmer geteilt - das war eine wilde Zeit", lachte Rosberg. "Damals haben wir darüber gesprochen, wie es wäre, eines Tages in der Formel 1 Teamkollegen zu sein. Dass das jetzt tatsächlich wahr wird, ist momentan noch ein bisschen unwirklich", gestand der Mercedes-Pilot, der aber nach so vielen Jahren nicht mehr einschätzen kann, wie Hamilton arbeitet.

Es gibt ja noch mich als deutschen Fahrer, der mit dem Silberpfeil oben stehen kann
Nico Rosberg

Unabhängig davon, will Rosberg momentan nicht beurteilen, ob ihm der neue Teamkollege zugutekommt, denn momentan fahre Hamilton um die Weltmeisterschaft, aber gleichzeitig sei sein momentaner Teamkollege siebenfacher Weltmeister. "Es wird auf jeden Fall eine neue Herausforderung und Lewis bringt viel Erfahrung von einem anderen Team mit. Er hat bisher sehr viel erreicht, das wird sicherlich weiterhelfen", prognostizierte Rosberg, der sich keine Gedanken darüber macht, dass das "Deutsche Nationalteam" damit Geschichte ist. "Es gibt ja noch mich als deutschen Fahrer, der mit dem Silberpfeil oben stehen kann."

An einen Erfahrungsvorsprung gegenüber Hamilton glaubt der Mercedes-Pilot aber nicht. "Ich denke nicht, dass mir das wirklich weiterhilft, denn die Autos sind sehr ähnlich und die Eingewöhnungsphase ist schnell vorbei", machte Rosberg deutlich.


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