Formel 1 - Hill erwartet weibliche F1-Einsatzfahrerin

Es wird passieren

Damon Hill ist überzeugt, dass es wieder eine weibliche Formel-1-Fahrerin geben wird.
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Motorsport-Magazin.com - Eine weibliche Einsatzfahrerin in der Formel 1 ist schon seit einiger Zeit der Traum von Bernie Ecclestone und Ex-Weltmeister Damon Hill ist überzeugt, dass es passieren wird. Maria-Teresa de Filippis war die erste Frau, die einen Grand Prix fuhr, sie bestritt in den späten 50ern insgesamt fünf Rennen, Lella Lombardi hat bisher als einzige Piloten gepunktet, als sie im verkürzten Spanien GP 1975 als Sechste einen halben Punkt holte. Zwischen 1976 und 1992 versuchten sich Davina Galica, Desire Wilson und Giovanna Amati, doch sie konnten sich nicht qualifizieren. Zuletzt konnten Katherine Legge und Maria de Villota einen Formel-1-Renner testen, wobei Villota einen unglücklichen Unfall hatte.

Vielleicht liegt es nur an der Anzahl, vielleicht haben nicht genug Frauen diesen Karriere-Weg gewählt und irgendwann macht es jemand und zeigt, dass sie genauso gut wie der beste Kerl da draußen ist
Damon Hill

Als nächste Frau wird DTM-Pilotin Susie Wolff ein Auto aus der Königsklasse fahren dürfen, sie bereitet sich gerade auf den Einsatz für Williams vor. Aus Hills Sicht ist es eigentlich unvermeidbar, dass irgendwann wieder eine Frau ein Einsatz-Cockpit in der Formel 1 erhält. "Vielleicht liegt es nur an der Anzahl, vielleicht haben nicht genug Frauen diesen Karriere-Weg gewählt und irgendwann macht es jemand und zeigt, dass sie genauso gut wie der beste Kerl da draußen ist. Im Motorsport ist es etwas hart, dass Frauen keine eigene Klasse haben, aber die weiblichen Fahrer, mit denen ich gesprochen habe, wollen keine eigene Klasse - sie wollen zeigen, dass sie gegen Männer fahren können", sagte Hill Channel 4 News.

Wolff stimmt dieser Meinung zu, da sie sich nicht als anders oder besonders erachtet. "Ich sehe mich einfach als jemand, die ihrer Leidenschaft folgt, die das liebt, was sie macht und sich einen Traum erfüllt. Es geht nicht darum, in einer Männerwelt zu sein - es ist meine Welt", betonte sie. Für sie ist es wichtig, klarzustellen, dass sie für sich selbst fährt. "Ich fahre nicht, um zu beweisen, wie gut eine Frau gegen Männer bestehen kann. Ich fahre für mich, aber natürlich gibt es immer noch viel Sexismus", sagte Wolff.


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