Formel 1 - Van der Garde: Ungewollter Ausflug ohne Folgen

Er wird daraus lernen

Giedo van der Garde übernahm am dritten Tag in Jerez das Cockpit von Heikki Kovalainen. Der Caterham-Neuzugang lernte eine Menge - auch von seinem Abflug.
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Motorsport-Magazin.com - Caterham machte Neuzugang Giedo van der Garde am dritten Tag der Testfahrten in Jerez ein besonderes Präsent: der Niederländer durfte noch vor Stammpilot Jarno Trulli - dessen Zukunft im Team weiter offen ist - im Cockpit des neuen CT01 Platz nehmen. Am Ende reihte er sich im Zeitentableau zwar mit rund fünf Sekunden Rückstand auf Nico Rosbergs Bestzeit auf dem letzten Platz ein, doch immerhin konnte er sich 74 Runden lang erstmals mit dem F1-Feeling vertraut machen.

"Ich bin glücklich, denn ich konnte beginnen, mich an all die neuen Dinge in der F1 zu gewöhnen", so van der Garde. "Es gibt noch einiges zu lernen, aber ich weiß, worauf ich mich nächstes Mal fokussieren muss, wenn ich im Auto sitze. Ich bin mir sicher, dass ich dann schneller zur Pace finde." Vor allem an die Bremsen in der F1 muss er sich noch gewöhnen. "Ich bin ein steiferes Pedal aus der GP2 gewohnt, deshalb musste ich meinen Fahrstil etwas anpassen." Der andere große Bereich, mit dem sich nicht nur van der Garde noch anfreunden muss: die neuen Pirelli-Mischungen.

Dreher ohne Folgen

Gleichzeitig kam der Rookie erstmals mit KERS und dem DR-System in Kontakt. "Wir benutzten heute beides und ich fühlte mich mit beiden Systemen wohl", sagte er. "Am Ende des Tages fühlte sich das DRS bereits natürlich an und mit dem KERS geht es noch weiter." Am Freitag kommt auch Trulli erstmals auf Caterham in den Genuss des Hybridantriebes. Mike Gascoyne war mit der Leistung des ehemaligen GP2-Piloten durchaus zufrieden. "Er leistete sehr solide Arbeit für uns und stellte sicher, dass wir unser geplantes Programm absolvieren konnten."

Lediglich einmal verlor van der Garde offenbar die Kontrolle über das Auto, als er sich nachmittags auf der Strecke drehte und im Kies landete. "Er machte einen kleinen Fehler, so etwas kann jedem Fahrer mal passieren", spielte Caterham CEO Riad Asmat den ungeplanten Ausflug herunter. "Er wird daraus lernen und kann seine gewonnene Erfahrung nutzen, wenn er das nächste Mal im Auto sitzt."


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