Formel 1 - Fernandes: F1 simpel und zugänglich machen

Neu Delhi ist nicht Monza

Tony Fernandes führt aus, wie sich die Formel 1 in neuen Ländern wie Indien verhalten müsse. Beim Expansionskurs seien auch die Teams und Fahrer gefordert.
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Motorsport-Magazin.com - Der Vermarktung der Formel 1 ist ein großes Thema im Fahrerlager. Gerade angesichts Bernie Ecclestones kontinuierlicher Expansionspolitik in neue Länder müsse die F1 greifbarer und präsenter sein, heißt es. Das fordert auch Tony Fernandes. "Wir müssen den Sport einfach halten, wenn er in neuen Ländern eingeführt wird", sagt der Team-Lotus-Boss im IQ-Magazin der FIA. "Motorsport, vor allem die Formel 1, ist kompliziert. Aber je verständlicher wir ihn machen, desto einfacher wird es, neue Länder einzubinden."

Man kann die F1 nicht zum ersten Mal nach Indien bringen und das Publikum so behandeln wie die gut informierten Tifosi in Monza.
Tony Fernandes

Die F1 müsse sich an die jeweiligen Gegebenheiten anpassen und nicht jeden Austragungsort gleichermaßen behandeln. "Man kann die F1 nicht zum ersten Mal nach Indien bringen und das Publikum so behandeln wie die gut informierten Tifosi in Monza", meint Fernandes. Als Beispiel führt er die indische Nummer-1-Sportart Cricket an, die im Land den Sportmarkt dominiert. "Cricket explodierte, als sie den Sport simpel und zugänglich machten."

Um die F1 greifbarer zu machen, seien laut Fernandes auch die Fahrer und Teams gefordert. So sollten sie mehr Zeit im jeweiligen Land verbringen. "Wir müssen von der Idee wegkommen, dass die Formel 1 eine einmalige Sache im Jahr ist und dann verschwindet", betont der Fluglinien-Tycoon. "Es muss eine größere und breitere Vermarktung der Veranstaltung geben, mehr Berichterstattung drum herum, mehr TV-Sendungen, die sich mit dem Geschehen hinter den Kulissen befassen und mehr beteiligte Journalisten."


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