Formel 1 - Rosberg: In Spa Chancen auf Besserung

Andere Streckencharakteristik als silberner Hoffnungsschimmer

Nico Rosberg hofft zum Start der Schlussphase der Saison auf ein gutes Rennen in Spa - das Jubiläum von Teamkollege Schumacher lässt ihn derweil staunen.
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Motorsport-Magazin.com - Nico Rosberg macht sich in Spa Hoffnungen auf eine verbesserte Performance der Silberpfeile. "Es ist eine ganz andere Strecke mit viel mehr Top-Speed - deswegen ist die Chance da, dass es hier besser aussieht und wir besser dastehen, als in den letzten paar Rennen", so der Mercedes-Star, der verriet: "Hier ist ja alles komplett anders, es gibt viel längere Geraden und viel weniger Abtrieb." Ein großer Faktor sei in den Ardennen auch immer das Wetter - wie die Bedingungen nun aber genau werden würden, sei ohnehin nicht so entscheidend. "Kalt ist wahrscheinlich besser aber eigentlich machen die Temperaturen keinen Unterschied", glaubte der Wiesbadener.

Es ist eine ganz andere Strecke mit viel mehr Top-Speed - deswegen ist die Chance da, dass es hier besser aussieht und wir besser dastehen, als in den letzten paar Rennen.
Nico Rosberg

Dass sein Stallgefährte Michael Schumacher an diesem Wochenende sein 20-jähriges Dienstjubiläum in der F1 begeht, versetzte allerdings auch Rosberg in Staunen. Eigene Erinnerungen an das F1-Debüt des Kollegen habe er aber nicht. "Damals war ich noch nicht an der Formel 1 interessiert und wusste noch nicht einmal was das war - ich war erst fünf oder sechs Jahre alt", grinste Rosberg. "Meine ersten Erinnerungen sind aus dem ersten WM-Jahr, also 1994 - diese Duelle gegen Damon Hill", erklärte der Deutsche in Bezug auf seinen Teamkollegen. Auf die Frage, ob er sich selbst vorstellen könnte, 20 Jahre lang in der Formel 1 zu fahren, reagierte der Wahl-Monegasse mit einem Zögern. Dann erklärte er mit einem Lächeln: "20 Jahre sind schon eine Ecke. Momentan wären das noch 15 - also vielleicht schon, aber mal schauen. Man kann da ja nicht Nein sagen."

Schumachers Rost ist mittlerweile ab

Im internen Mercedes-Duell ist Nico Rosberg seit anderthalb Jahren obenauf - Foto: Mercedes

In Sachen Schumacher ließ der 26-Jährige dann aber noch ein anderes Detail folgen. So habe er in der Zeit, in der sein Stallgefährte gegen Mika Häkkinen um die Krone in der Königsklasse kämpfte, seinem finnischen Idol "tierisch die Daumen gedrückt", so Rosberg, der mit einem Schmunzeln Farbe bekannte: "Ich war ganz klar Mika-Fan." Dass Schumacher nach seinem Comeback 2010 nun Probleme mit der neuen und modernen Formel 1 habe, wohingegen Rosberg mit ihr aufgewachsen sei, wollte der Wiesbadener nicht als Ausrede für die Leistungen des Rekordchamps gelten lassen. "Er hat nach seiner Pause selbst von sich gesagt, dass er noch ein bisschen eingerostet ist. Mehr kann ich dazu dann auch nicht sagen", meinte der Wahl-Monegasse, der feststellte: "Jetzt ist der Rost mittlerweile aber schon ab."

Dem guten Image des jungen Mercedes-Piloten dürften die starken Resultate gegen seinen Teamkollegen jedenfalls zuträglich sein. Auch wenn Rosberg ohnehin glaubte, dass seine Leistung im teaminternen Duell in der Öffentlichkeit schon richtig gewürdigt werde, war ihm viel wichtiger, dass die Entscheidungsträger in der Königsklasse diese anerkennen würden. "Das Wichtigste für mich ist, dass die verantwortlichen Menschen in der Formel 1 das sehen. Das ist für meine Karriere sehr wichtig und die kriegen schon mit, dass ich hier eine gute Leistung bringe", freute sich der 100-fache Grand-Prix-Starter, dessen starke Performance oft auch auf eine gute Startposition zurückzuführen ist. Ein Erfolgsgeheimnis für die starken Qualifikationsleistungen gäbe es aber nicht.

Das Wichtigste für mich ist, dass die verantwortlichen Menschen in der Formel 1 sehen, dass ich hier eine gute Leistung bringe. Das ist für meine Karriere sehr wichtig.
Nico Rosberg

"Es ist schwierig, denn im Qualifying muss man halt diese eine Runde auf den Punkt bringen und überall über das Auto hinausfahren - über alle Grenzen hinaus. Das hat mir schon immer gelegen", meinte der Sohn von Ex-Weltmeister Keke Rosberg. Vorbereiten könne man dafür nur "die hundertprozentige Konzentration für diese eine Runde". Auch im Rennen Qualifying-Runden abzuspulen, sei aber kein Problem. "Vielleicht schafft man das nicht zu 100 Prozent und das ganze Rennen, aber schon sehr viele Runden", so Rosberg, der schätze, von 50 Umläufen 40 bis 45 auf diesem Niveau bestreiten zu können. "In den anderen Runden fehlen halt dann genau die ein, zwei Zehntel", sagte der Deutsche. In der aktuellen Saison seien diese ganzen Zahlenspiele aber ohnehin hinfällig. "Man fährt ja von der ersten Runde an nur reifensparend - das ist ja eine ganz andere Formel 1", meinte der Mercedes-Star.


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