He'e nalu ist hawaiisch und bedeutet Surfen. Sechs Deutsche träumen bereits ein Leben lang davon auf den Wellen zu reiten, doch für einen Kurztrip nach Hawaii reicht das Geld nicht. Also bleibt ihnen nichts übrig als sich nach Sylt zu begeben und dort Surfen zu lernen. Das wollte sich auch Sebastien B. nicht entgehen lassen und schloss sich seinen sechs Kumpels an. Mit in seinem Gepäck: eine DVD: Surfen und Wellenreiten lernen - Anfänger.

Als Erstes lernten die Jungs, dass es verschiedene Surf-Stile gibt. Michael S., mit 41 Jahren der Älteste, entschied sich für das gemächliche "Cruisen" auf einem Longboard. "Das ist mein optimistisches Ziel", erklärte Michael. Natürlich würde er sich lieber wagemutig in die Wellen stürzen, aber "dafür müssen die Voraussetzungen gegeben sein. Darüber brauchen wir nicht mehr reden."

Surfen und Wellenreiten lernen - Anfänger

Timo G. und Sebastian V. wählen für ihre erste Surfstunde das "Shortboard". Während beim Longboarden eher ruhige, harmonische Bewegungen gezeigt werden, geht es beim Shortboarden um schnelle, radikale und kraftbetonte Manöver. Dass noch kein Surfmeister vom Himmel gefallen ist, wusste Timo G. schon im Vorfeld. "So realistisch müssen wir sein." Aber nach einigen Stunden auf dem Shortboard hatte er zumindest Sebastian V. im Griff.

"Ich war heute zeitgleich mit Sebastian", erzählte Timo voller Stolz. Sebastian stieß es hingegen sauer auf, dass nicht er der Erste war - allerdings hatte er schnell die Gründe dafür gefunden. "Augrund der Verhältnisse sind die Zeiten schwer einzuschätzen. Es kommt darauf an, wann man draußen war und wie viel Wasser noch war", erklärte Sebastian. Bei seinem letzten Versuch gab er noch einmal alles - vergebens. Er fiel vom Bord und tauchte unter. Als er sich zum Strand schleppte, musste er erstmal die ganzen Kieselsteine aus seiner Hose entfernen.

Nico probierte das Big-Wave-Surfen, Foto: WilliamsF1
Nico probierte das Big-Wave-Surfen, Foto: WilliamsF1

"Das war außerplanmäßig. Ich musste alle Steine herausholen. Sonst ist aber nichts passiert. Ich hatte Glück, dass ich nicht stecken geblieben bin", erzählte er. Obwohl seine Kumpels keine gute Figur auf dem Brett machten, gab sich Nico H. optimistisch hinsichtlich des Surf-Trips. "Ich denke, wir können ein starkes Wochenende haben, wenn wir alles zusammenbringen", erklärte Nico. Eingeschüchtert von den Leistungen der Anderen absolvierte Adrian S. erst einmal Trockenübungen am Strand. Mit den Worten "das erste Training war offensichtlich sehr gut" verabschiedete er sich Richtung Wasser - und tatsächlich konnte er sich einige Zeit auf seinem Shortboard halten.

"Das war ein tolles Gefühl. Ich fühle mich bei diesen Bedingungen sehr wohl", meinte Adrian grinsend als er wieder zu seinen Kollegen stieß. Für Nico R. waren die ganzen Übungen auf dem Shortboard nur Kinderkram. Er suchte eine größere Herausforderung und wählte das "Big-Wave-Surfen". Nach zwei Versuchen lautete sein Fazit: "Es sieht gut aus fürs Wochenende." Selbst den Vergleich mit den Profis scheute er nicht und tönte: "Wir können besser sein oder wenigstens auf dem gleichen Niveau."