Formel 3 EM - Pau: Erster Saisontriumph für Maximilian Günther

Norris übernimmt Meisterschaftsführung

Auf dem Stadtkurs im südfranzösischen Pau behielt Maximilian Günther gegen Lando Norris die Oberhand. Callum Ilott erreichte die Ziellinie als Dritter.

Motorsport-Magazin.com - Bis zum achten Saisonrennen der FIA Formel-3-Europameisterschaft musste Maximilian Günther (Prema Powerteam) warten, dann durfte der amtierende Vize-Europameister seinen ersten Saisonsieg bejubeln. Auf dem 2,76 Kilometer langen Stadtkurs im südfranzösischen Pau behielt der Deutsche gegen Lando Norris (Carlin) die Oberhand. Callum Ilott (Prema Powerteam) erreichte die Ziellinie als Dritter vor Harrison Newey (Van Amersfoort Racing), Ralf Aron (Hitech Grand Prix) und Jake Hughes (Hitech Grand Prix). Joel Eriksson (Motopark), der als Tabellenführer der FIA Formel-3-EM ins Rennen ging, schied nach einem Unfall vorzeitig aus. Dadurch schob sich Rookie Norris in der Fahrerwertung am Schweden vorbei auf den ersten Platz.

Mein Start war sehr gut, danach steckte ich in einem Kampf mit Lando um die Spitze.
Maximilian Günther

Den Sprint zur ersten Kurve gewann Maximilian Günther gegen den von der Pole-Position ins Rennen gegangenen Lando Norris. Aber der britische McLaren-Junior wollte mehr und attackierte seinen Vordermann in den ersten Umläufen mehrfach. Der routinierte Günther ließ sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und verteidigte die Spitzenposition. Nach einigen Runden konnte der Prema-Pilot seinen Vorsprung auf Norris dann immer weiter ausbauen, so dass er keine weiteren Angriffe mehr befürchten musste. Schließlich freute Günther sich am Fuße der Pyrenäen über einen ungefährdeten Triumph vor dem besten Rookie Lando Norris.

Hinter Günther und Norris reihten sich zunächst Callum Ilott und Joel Eriksson ein. Der Schwede, der in vergangenen Jahr die Rookie-Meisterschaft der FIA Formel-3-EM gewann, übte in der Anfangsphase noch Druck auf den Briten aus, doch Ilott konnte sich nach und nach von ihm absetzen und letztendlich einen sicheren dritten Platz erobern. Eriksson hingegen schied nach einem Unfall in Runde 24 aus und verhalf Harrison Newey so zum vierten Rang. In einem an Überholmanövern armen Rennen belegten Ralf Aron, Jake Hughes, Nikita Mazepin (Hitech Grand Prix), Ferdinand Habsburg (Carlin), Jehan Daruvala (Carlin) und Jake Dennis (Carlin) die Positionen fünf bis zehn.

Maximilian Günther (Prema Powerteam): "Mein Start war sehr gut, danach steckte ich in einem Kampf mit Lando um die Spitze. Nach ein paar Runden konnte ich meinen Rhythmus aber finden und einen Vorsprung auf ihn aufbauen. Danach ging es für mich vor allem darum, keine Fehler zu machen und Platz eins nach Hause zu bringen. Über meinen ersten Sieg in diesem Jahr freue ich mich sehr. In Silverstone und in Monza lief noch nicht alles perfekt und dann hat man in einer solch engen Meisterschaft wie dieser keine Chance auf Siege. Umso schöner ist es, hier ganz oben zu stehen."

Lando Norris (Carlin): "Der Start von Maximilian war sehr gut, meiner hingegen mal wieder nicht optimal. In den ersten Runden war ich zwar schneller als er, aber ab Mitte des Rennens war Maximilian dann besser. So hatte ich keine Möglichkeit mehr, ihn zu überholen - zumal es auf einer so engen Strecke wie in Pau sowieso nur geht, wenn der Vordermann einen Fehler macht. Dass Joel Eriksson ausgeschieden ist, hatte ich gar nicht registriert. Mein Team sagte es mir über Funk, aber ich schaue im Moment sowieso nicht auf die Gesamtwertung. Bis zum Saisonende stehen noch viele Rennen auf dem Programm und es kann noch viel passieren. Mein Fokus liegt vielmehr darauf, das nächste Rennen zu gewinnen."

Callum Ilott (Prema Powerteam): "Zu Beginn des Rennens konnte ich mir aus nächster Nähe das Duell zwischen Maximilian und Lando anschauen. Ich selbst wollte nicht zu viel riskieren, denn nach meinem Ausfall gestern wollte ich in jedem Fall ins Ziel kommen und Punkte mitnehmen. Als mein Verfolger Joel Eriksson ausgeschieden ist, konnte ich es ruhiger angehen lassen und den dritten Platz letztendlich sicher ins Ziel bringen."


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